Fidelity Elite Avantgarde Versionen

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Im Jahr 1989 wurde der Avantgarde neu aufgelegt. Die Versionen 1 bis 10 des Elite Avantgarde beinhalteten nun 16 bzw. 32 Bit Hardware.


Technische Daten:
Prozessor: 68000 bis 68060, 16 - 72 MHz, 16 / 32 Bit
Speicher: 128 KB bis 1024 KB ROM, 128 KB bis 2048 KB RAM
Programmierer: Spracklen, Dan & Kathe
Zugeingabe: Magnetsensoren
Zugausgabe: 2x 4-stellige 7-Segment Anzeige (LED), 64 Feld-LEDs
Stromversorgung: 9V~ / 1,1A
Spielstufen: beliebig viele
Maße (BxTxH): 48,3 x 45,7 x 6,2 cm; Spielfeld = 36 x 36 cm
Sonstiges: Lernfähigkeit, Elo Bewertung


Elite Avantgarde
Displays



Werbeanzeige der Firma Fidelity aus dem Jahr 1989

Das sind die Ausstattungsmerkmale des Elite Avant Garde:

Ein Schachcomputer, der aus seinen Fehlern lernt!

Fidelity Werbung aus dem Jahr 1989

Fidelity hat seine berühmte Hash-Table-Software mit der allerneuesten Permanentspeicher-Hardware verbunden. Das geradezu unglaubliche Ergebnis ist ein Computer, der lernen kann! Wenn der Computer beispielsweise aufgrund eines brillianten Zuges seines Gegners einen Bauern verliert, behält er diesen Fehler in seinem Dauerspeicher. Beim nächsten Mal „sieht" er, daß in dieser Stellung ein Bauer verlorenging und sucht nach einem besseren Zug. Bedenken Sie; Wenn zwei menschliche Gegner miteinander spielen, und einer dem anderen eine Falle stellt, ist es unwahrscheinlich, daß dieser auf dieselbe Falle noch einmal hereinfällt - wir Menschen können aus unseren Fehlern lernen. Normalerweise kann ein Mensch, dem es gelungen ist, einem Computer eine Falle zu stellen, diese Schwäche des Gerätes immer wieder ausnutzen, da er weiß, daß ein gewöhnlicher Schachcomputer den gleichen Fehler immer wieder begeht. Der neue Elite hingegen wird nie denselben Fehler zweimal begehen! Er vermag die schachlichen Fähigkeiten eines menschlichen Spielers in noch nie dagewesenem Ausmaß zu simulieren. Versuchen Sie es - Sie werden verblüfft sein!

Machen Sie Ihren Elite durch vergrößerte Speicherkapazität noch schneller!

Tatsache ist; Je mehr Züge ein Schachprogramm analysieren kann, desto besser ist seine Leistung. Fidelity hat im Wettlauf um noch schnellere Programme vor kurzem neue Wege beschritten; Es wurde eine Möglichkeit gefunden, um die Geschwindigkeit softwaremäßig zu erhöhen - diese Technik ist als „Hash-Table-Transpositions" (Zugumstellungstabellen) bekannt. Eine Hash-Funktion ist eine Formel, nach welcher der Computer blitzschnell Informationen abrufen kann, die aus einer vorangegangenen Berechnung in seinem Speicher enthalten sind. Auf diese Weise braucht der Computer dieselbe Berechnung nicht noch einmal durchzuführen, da er ihr Ergebnis bereits im Speicher hat. Durch die Verwendung von Hash-Funktionen kann der Computer bestimmte Informationen in weitaus kürzerer Zeit als durch Rechnen erhalten, was es ihm gestattet, Analysen wesentlich schneller durchzuführen. Darüber hinaus speichert er auch Zugumstellungen, die zu den in den Hash Tables gespeicherten Information geführt haben. Die Hash-Table-Technik ist nur erfolgreich, wenn möglichst viele Brettstellungen gefunden werden. Daher gilt: je mehr Stellungen, desto größer ist der Geschwindigkeitszuwachs. Um eine Stellung in den Hash Tables zu speichern, braucht man 8 Bytes RAM. Demnach lassen sich in 128 KByte RAM volle 16.000 Hash-Table-Stellungen unterbringen. Mit jeder Verdoppelung der Hash-Table-Größe wächst die Prozessorgeschwindigkeit Ihres Computers also um acht Prozent! Je mehr RAM Ihr Elite für die Hash Tables hat, desto schneller „denkt" er. Wo liegt die nächste Grenze der Schach-Software-Entwicklung? Versuchen Sie es doch mall mit Muli-Processing.

Der erste kommerzielle Schachcomputer mit Multi-Processing!

Durch einen losen Verbund von Prozessoren wird die Brute Force-Suche erheblich verbessert. Jeder Prozessor übernimmt eine bestimmte Aufgabe, und obwohl das nicht mit einer Verdoppelung der Leistung einhergeht, rechnen wir doch insgesamt mit einem deutlichen Zuwachs an Geschwindigkeit, Leistung und Spielstärke.

Die Prozessoren und ihre Leistungsmerkmale:

  • 68000 - Ein von Motorola entwickelter 16/32-Bit-Prozessor, der über einen 16-Bit-Bus verfügt und auf 2 Byte gleichzeitig zugreift. Zugleich ein Vier-Zyklen-Prozessor.
  • 68020 - Ein von Motorola entwickelter 32-Bit-Prozessor, der über einen 32-Bit-Bus verfügt und auf 4 Byte gleichzeitig zugrieft. Zugleich ein Drei-Zyklen-Prozessor.
  • 68030 - Ein von Motorola entwickelter 32-Bit-Prozessor, der über einen 32-Bit-Bus verfügt und auf 4 Byte gleichzeitig zugreift. Zusätzlich hat er sowohl einen Befehls- als auch Daten-Cache-Speicher für wesentlich schnellere Informationsverarbeitung. Es ist ein Zwei-Zyklen-Prozessor.
  • 68040 - Ein von Motorola entwickelter 32-Bit-Prozessor, der über einen 32-Bit-Bus verfügt und auf 4 Byte gleichzeitig zugreift. Zusätzlich hat er sowohl einen Befehls- als auch Daten-Cache-Speicher, der 20-mal größer ist als der des 68030. Es ist ein Ein-Zyklus-Prozessor.


Fidelity Elite Avantgarde Versionen
Version 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11*
Nummer 2265 2265 2265 2265 2265 2325 2325 2325 2325 2325 2325
Model 6114-1 6114-2 6114-3 6114-4 6114-5 6117-6 6117-7 6117-8 6117-9 6117-10 6117-11
RAM (Hash Tables) 128K 128K 512K 1024K 192K 512K 1024K 640K 1024K 1024K 2048K
Hash Table Stellungen 16.000 16.000 64.000 128.000 24.000 64.000 128.000 80.000 128.000 128.000 256.000
Programmgröße 128K 128K 128K 128K 128K 128K 128K 128K 128K 1024K 1024K
Takt (MHz) 16 16 16 16 16 20 20 20 32 25 66 / 72
Prozessor 68000 68000 68000 68000 68000 68020 68020 68020 68030 68040 68060
Anzahl Prozessoren 1 1 1 1 2 1 1 2 1 1 1
Lernfähigkeit nein ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja
* Bei der sogenannten Version “11”, welche keine offizielle darstellt, handelt es sich um einen Eigen- bzw. Umbau durch Herrn Bucke. Weitere Informationen finden sich im Artikel von Alwin Gruber



Originalprospekt
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