Mephisto Rebell 5.0

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Mephisto Rebell 5.0
Hersteller Mephisto Jahr: 1986
Elo ~1855 Preis 498 DM (250 €)
Programmierer Ed Schröder BT-2450
Prozessor 6502 BT-2630
Prozessortyp 8 Bit Colditz
Takt 4,9152 Mhz Rechentiefe 14 Halbzüge
RAM 8 KB Display 4-stellige 7-Segment Anzeige
ROM 32 KB Verwandt Mephisto MM IV
Bibliothek 500 Varianten Zugeingabe Magnetsensoren oder Tastatur
Zugausgabe 4-stellige 7-Segment Anzeige, 64 Feld LEDs
Spielstufen 9
Maße Modulset
Stromversorgung HGN 5001
Sonstiges Modulset für die modulare Reihe von Mephisto
Infos
Kaum ein Programm wurde so sehr mit Spannung erwartet wie seinerzeit der Mephisto Rebell 5.0, der Grundstein hierzu wurde bei der Computer-WM 1986 WCCC in Köln gelegt. Im Lauf des Turniers hatte Rebell bereits mehrere Konkurrenten, die auf Großrechnern liefen, eindrucksvoll geschlagen und in der letzten Runde die Chance, mit einem Sieg gegen das amerikanische Programm Be-Be den WM-Titel zu gewinnenDownload. Leider konnte das Schröder Programm in einer gewinnträchtigen Stellung einem verhängnisvollen Bauernraub nicht widerstehen und belegte letztendlich den 5. Platz.

Rebel - Be-Be Köln 1986

56.Txa7??
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Teststellung Dd5+ mit Mattankündigung in 4 Zügen in 1 Min 27 Sek
Teststellung Dd5+ mit Mattankündigung in 4 Zügen in 1 Min 27 Sek


Kurz vor der WM hatte die Firma Hegener & Glaser Ed Schröder unter Vertrag genommen und damit einen guten Riecher bewiesen, standen ihr doch jetzt die Vermarktungsrechte des neuen Programms zu. So kam auch aus werbetechnischen Gründen der ursprünglich vorgesehene Name MM III nicht zum Einsatz, sondern der Name Rebell wurde beibehalten.


Für Ed Schröder war die Veröffentlichung seines ersten kommerziellen Programms der Start in seine erfolgreiche Karriere als Autor von Schachprogrammen.






Die im Vorfeld veröffentlichten Ergebnisse, darunter auch ein Matchgewinn über 20 Turnierpartien gegen den amtierenden Mikroweltmeister Mephisto Amsterdam, zusammen mit einer durchweg positiven Berichterstattung einschlägiger Fachzeitschriften erzeugten verständlicherweise eine (zu) hohe Erwartungshaltung unter den Schachcomputerfans.

Rebell 5.0 war sicher ein gutes Programm, hatte aber gleichzeitig auch einige Schwächen und Fehler, so kam es, wie es kommen musste, nach der Markteinführung hagelte es Beschwerden von Rebell Besitzern, die sich enttäuscht über die Spielstärke zeigten. Dadurch entstand sowohl von Seiten des Herstellers als auch der Fachpresse ein nicht unerheblicher Erklärungsnotstand, Gerüchte über verschiedene Versionen, Vorserienmodelle, Experimentalversionen tauchten auf. Widersprüchliche und zweifelhafte Aussagen taten ein Übriges, um die Verwirrung perfekt zu machen. Allerdings konnte der Nachweis über die Existenz verschiedener Versionen nie eindeutig erbracht werden, so wurden in CSS 3/87 drei „Referenzstellungen“ veröffentlicht, die mit verschiedenen Rebell Modulen getestet wurden, darunter auch ein Modul aus der ersten Serie.

Die ermittelten Lösezeiten waren bei allen Modulen gleich, auch die Aufforderung an alle Besitzer von Rebell Modulen, abweichende Lösezeiten zu melden, blieb ohne Resonanz.

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