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Modul (Zeitschrift)

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Angaben zur Zeitschrift MODUL
Name MODUL
Typ Computerschach-Magazin / Mitgliederinformation
Sprache Deutsch
Land Österreich
Sitz Wien
Verlag Wiener Schachverlag
Eigentümer / Herausgeber Wiener Schachverlag
Redaktion Andreas Mader (u. a.)
Umfeld 1. Wiener Schachcomputer-Club
Erscheinungsweise vierteljährlich (geplant: 4 Ausgaben/Jahr)
Erstausgabe 1986 (MODUL 1/86)
Umbenennung 1993 in PC Schach
Letzte Ausgabe 1/95 (1995)
Laufzeit 1986–1995
Ausgaben 36 (Sonderheft 1a/87 mitgezählt)
Themen Computerschach, Schachcomputer, Gerätetests, Turnier- und Messeberichte, Rubriken (Computer–Computer, Computer–Mensch), Programme, Leserbriefe, Schachnachrichten, Nostalgisches; ab 1993 Schwerpunkt PC-Schach

MODUL war ein österreichisches, in Wien herausgegebenes, deutschsprachiges Periodikum mit Schwerpunkt auf Schachcomputer/Computerschach. Es entstand im Umfeld des 1. Wiener Schachcomputer-Clubs und wurde vom Wiener Schachverlag verlegt. Das Magazin verstand sich ausdrücklich als aus Sicht von Konsumenten erstellte, kritische und von Herstellern sowie Inserenten unabhängige Berichterstattung über Computerschach. 1993 erfolgte die Umbenennung und inhaltliche Neupositionierung als PC Schach (Spezialisierung auf PC-Schach). Die Zeitschrift endete 1995 mit der letzten Ausgabe 1/95. Insgesamt erschienen 36 Ausgaben; eine teils genannte Zahl von 35 ergibt sich, wenn das Sonderheft 1a/87 nicht mitgezählt wird.[1][2][3]

Geschichte

Gründung 1986

Das Vorwort der ersten Ausgabe (MODUL 1/86) schildert als unmittelbaren Anlass die Ankündigung des Hamburger Herausgebers Florian Piel, die Zeitschrift Schach-Computer Ende 1985 aus Zeitgründen (Studium und Familie) nicht weiterzuführen. In Wien sei dies auf einhelliges Bedauern gestoßen, nicht zuletzt, weil in den vorangegangenen Jahren regelmäßig Beiträge von Mitgliedern des 1. Wiener Schachcomputer-Clubs aufgenommen worden seien und Turnierberichte – etwa zum Turnier „Hamburg–Wien“ – abgedruckt wurden. Der Wiener Club entschloss sich daher, die bisherigen Club-Nachrichten zu erweitern und mit jährlich vier Ausgaben möglichst viele Schachcomputer-Interessierte anzusprechen.[1]

Profil als unabhängiges Konsumentenmagazin

Im Vorwort von 1993 wurde rückblickend betont, MODUL habe sich seit 1986 „aus der Position des Konsumenten“, kritisch und unabhängig von Herstellern und Inserenten, mit dem Computerschach beschäftigt. Neben Tests und Turnierberichten war es programmatisches Ziel, Entwicklungen (z.B. im Bereich der Schachsoftware) früh zu erkennen und einzuordnen.[2]

Umbenennung 1993: PC Schach

1993 wurde MODUL in PC Schach umbenannt und inhaltlich auf PC-Schach spezialisiert. Als Grund nannte die Redaktion, dass die Berichterstattung über PC-Programme bereits Ausmaße erreicht habe, die bei Liebhabern traditioneller Tischgeräte auf Skepsis stießen. PC-Schach bringe neben reinen Spieleigenschaften zahlreiche PC-spezifische Themen (Hardware, Konfiguration, Speicheraufteilung, Kopierschutz usw.) mit sich, die für „Oldies“-Fans weniger relevant seien. Die Spezialisierung sollte es ermöglichen, PC-Themen ausführlich zu behandeln, ohne jedes Mal befürchten zu müssen, einen Teil der Leserschaft zu verärgern. Zugleich wurde betont, Tischgeräte würden weiterhin zu Vergleichszwecken (z. B. Testergebnisse, „gemischte“ Turniere) berücksichtigt, es werde jedoch keine Berichte mehr geben, die sich ausschließlich mit Tischgeräten beschäftigen.[2]

Programm und Rubriken

Im Gründungsvorwort von 1986 wurden als Inhalte u.a. angekündigt:

  • Berichte von Messen (z. B. Nürnberg) und Computer-Turnieren (u.a. Computerschach-WM).
  • Ständige Rubriken wie „Computer gegen Computer“ sowie „Computer – Mensch“.
  • Vorstellungen neuer Geräte und Programme, Testergebnisse und Leserbriefe.
  • Ergänzend allgemeine Schachnachrichten aus dem In- und Ausland.
  • Gelegentlich „Nostalgisches“ (historische Beiträge) aus dem Schach- und Wiener Kontext.[1]

Mit der Umbenennung 1993 verschob sich der Schwerpunkt auf PC-Schach samt PC-spezifischen Praxis- und Technikthemen; die Redaktion kündigte u. a. an, auf Betriebssystem-Ebene (damals insbesondere MS-DOS) Tipps und Kniffe zu vermitteln, ohne eine vollständige Grundausbildung ersetzen zu wollen.[2]

Herausgeber und Impressum

Das Impressum von MODUL 1/86 nennt:

  • Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Wiener Schachverlag, 1082 Wien, Kochgasse 8.
  • Bestellung und Versand: Wiener Schachverlag.
  • Redaktion: Andreas Mader, Schönbrunner Schloßstraße 18–20, 1120 Wien.
  • Unternehmensgegenstand: Herausgabe einer Mitgliederinformation.[4]

Im Umbenennungsvorwort 1993 wurde als Kontaktadresse für Zuschriften u.a. PC SCHACH, Postfach 48, A-1070 Wien genannt.[2]

Heftliste und Zählung

Nach vorliegenden Angaben erschienen insgesamt 36 Ausgaben von MODUL bzw. nach der Umbenennung PC Schach. Der Gesamtumfang umfasst das Sonderheft 1a/87.[3]

MODUL (1986–1992)

Jahr Anzahl Heftangaben / Besonderheiten
1986 4 4 Ausgaben
1987 5 1, 1a, 2, 3, 4 (Sonderheft 1a)
1988 4 4 Ausgaben
1989 4 4 Ausgaben
1990 4 4 Ausgaben
1991 4 4 Ausgaben
1992 4 4 Ausgaben
Summe MODUL: 29 Ausgaben

PC Schach (1993–1995)

Jahr Anzahl Heftangaben / Besonderheiten
1993 3 3 Ausgaben (Umbenennung von MODUL zu PC Schach)
1994 3 3 Ausgaben
1995 1 1 Ausgabe (letzte Ausgabe: 1/95)
Summe PC Schach: 7 Ausgaben

Gesamtumfang

Die Jahreszählung ergibt rechnerisch 36 Ausgaben (29 MODUL + 7 PC Schach = 36).[3]

Bedeutung

MODUL bzw. PC Schach dokumentierten die Übergangsphase vom dedizierten Tischgerät hin zu leistungsfähigen PC-Schachprogrammen aus Sicht einer aktiven Anwender- und Turnierszene. Die Umbenennung 1993 wurde dabei ausdrücklich als Konsequenz aus dem wachsenden Stellenwert und der technischen Komplexität des PC-Schachs begründet.[2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 MODUL 1/86: Vorwort („Zum Geleit“), Herbert Huber, Wien, Februar 1986.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 PC Schach (1993): Vorwort der Redaktion zur Umbenennung und Spezialisierung auf PC-Schach (Text nach Nutzerzitierung).
  3. 3,0 3,1 3,2 Heftliste (Ausgaben pro Jahr) nach Nutzerangabe (Stand: 2026-02-15).
  4. MODUL 1/86: Impressum, Wiener Schachverlag (Eigentümer/Herausgeber/Verleger), Redaktion Andreas Mader, Wien, Februar 1986.

Weblinks

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