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CGL

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Existenz: 1981 - 1984

Computer Games Ltd (CGL) war ein britisches Unternehmen mit Sitz in London, das Anfang der 1980er-Jahre im Bereich elektronischer Spiele und Schachcomputer tätig war. Die Firma trat vor allem als Importeur und Vertriebsgesellschaft auf und war nicht primär als Entwickler eigener Hard- oder Software bekannt.

Unternehmensprofil

CGL importierte elektronische Spiele und Schachcomputer, die überwiegend in Hongkong und Japan gefertigt wurden, und vertrieb diese im Vereinigten Königreich unter eigenem Markennamen. Das Produktspektrum umfasste neben Schachcomputern auch andere elektronische Spielgeräte. Die aktive Marktphase des Unternehmens lag im Wesentlichen zwischen 1981 und 1984.

Schachcomputer

Unter dem Markennamen CGL erschienen nur wenige Schachcomputer-Modelle. Diese Geräte wurden nicht von CGL selbst entwickelt, sondern stammten von OEM-Herstellern, insbesondere von CXG Newcrest Technology Ltd. Die unter CGL vertriebenen Modelle waren technisch weitgehend identisch mit bereits existierenden CXG-Schachcomputern und unterschieden sich hauptsächlich durch Gehäusegestaltung und Markenaufdruck.

Bekannte Modelle sind unter anderem:

Die Geräte verfügten über sensorbasierte Bretter, einfache Spielstufen und entsprachen technisch dem unteren bis mittleren Leistungssegment der damaligen Schachcomputer.

Rolle im britischen Schachcomputer-Markt

In der frühen Phase des britischen Schachcomputer-Booms war CGL als Distributor preisgünstiger Importgeräte präsent. Das Unternehmen nahm jedoch keine zentrale Rolle in der technischen Entwicklung oder Programmierung von Schachsoftware ein. Im Vergleich zu Herstellern wie Fidelity, Mephisto oder SciSys blieb der Einfluss von CGL begrenzt.

Beteiligung am „Chess King“-Projekt

CGL war zeitweise an frühen Planungen zum Schachcomputer-Projekt Chess King beteiligt, das in Zusammenarbeit mit der britischen Firma Intelligent Software Ltd. entstehen sollte. CGL zog sich jedoch vor der Marktreife aus dem Projekt zurück. Die Entwicklung und Vermarktung des Chess King Master erfolgte anschließend ohne Beteiligung von CGL.

Bedeutung und Einordnung

Historisch wird CGL als kurzlebiger Akteur des britischen Schachcomputer-Marktes eingeordnet. Das Unternehmen trug zur Verbreitung elektronischer Schachgeräte im Vereinigten Königreich bei, hinterließ jedoch keine nachhaltigen technischen Innovationen. Die unter dem Namen CGL vertriebenen Schachcomputer sind heute vor allem für Sammler von Interesse, da sie typische Beispiele für OEM-Rebranding der frühen 1980er-Jahre darstellen.

Schachcomputer

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