Modular Game System III + Steinitz Edition-4

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Modular Game System III + Steinitz Edition-4
Hersteller Chafitz Jahr: 1983
Elo 1582 Preis 998 DM (500 €)
Programmierer Larry Atkin BT-2450
Prozessor 6502 BT-2630
Prozessortyp 8 Bit Colditz 1582 Elo
Takt 2 Mhz Rechentiefe 22 Hz (löst maximal Matt in 11)
RAM Display 8 stellige alphanumerische Anzeige
ROM 24 KB Zugeingabe Tastatur
Bibliothek ca. 3500Hz Zugausgabe Alphanumerisches Display
Spielstufen 11 (1 frei programmierbar; (X Züge in Y Minuten))
Maße
Stromversorgung   9 Volt =
Verwandt Chafitz Steinitz Edition
Sonstiges



Level Infobox
30 Sek / Zug 30 Min / Partie 60 Sek / Zug 60 Min / Partie Turnier Analyse
Keine eigene Stufe (programmierbare Stufe verwenden) Keine Stufe für gesamte Partie! Stufe 3 Keine Stufe für gesamte Partie! Stufe 8 (40 Züge in 2 Stunden) Stufe 9
Steinitz Edition.jpg


Infos
Die Great Game Machine, besser bekannt unter den Namen Multi-Game-System oder eben MGS III, gehörte zu den Geräten, bei denen der Hersteller mit Erfolg bewiesen hatte, dass es ihm mit dem Modulsystem ernst war. Das im Frühjahr 1983 erschienene Programm-Modul Steinitz Edition-4 passt in das Grundgerät MGS III, das bereits Ende 1981 in den Handel kam. Selbst die Besitzer des alten MGS, das seit Anfang 1980 am Markt erschienen war, konnten das Steinitz-Modul verwenden.

Eine weitere Besonderheit des Systems war es, dass man die Module nicht nur auswechseln konnte, wenn ein neues, spielstärkeres- erhältlich war, sondern dass man die Module auch während des Spiels austauschen konnte. So beginnt man z. B. mit dem Eröffnungs-Modul Grünfeld-S, lässt das Mittelspiel von Steinitz-4 bestreiten und setzt zum Endspiel schließlich Capablanca-S ein. Selbstverständlich führt Steinitz-4 auch eine komplette Partie durch, aber mit den spezialisierten Modulen wird die Spielstärke doch um einiges gesteigert.

Grünfeld-S hat etwa 600 Varianten mit insgesamt 12.500 Halbzüge aus 40 Eröffnungen gespeichert. Das Programm beherrschte nicht nur die elementaren Mattführungen, es agierte auch bei Bauernendspielen mit Fernopposition und ähnlichen Feinheiten mit überraschenden Finessen.

Als Einschränkung gegenüber vergleichbaren Geräten musste gelten, dass das MGS nicht über ein Schachbrett mit Sensortasten verfügte. Das Gehäuse war nicht mit dem Rechner verbunden, die Zugein- und -ausgabe erfolgt ausschließlich über die Bedienungselemente des eingebauten Computer-Moduls.


Die Steinitz Edition 4 ist erschienen zur Jahreswende 1982/1983 für das Modular Game System (MGS). Es löste das Morphy/Sandy-Modul ab und ist zugleich das letzte veröffentlichte Spielmodul der Firma Chafitz/Applied Concepts. Entwickelt von Larry Atkin aus der Capablanca Edition mit Erweiterung der Kenntnisse in Richtung Mittelspiel und Eröffnung. Das Eröffnungsrepertoire entspricht etwa der Hälfte des Chafitz Grünfeld Eröffnungsmodul und erkennt Zugumstellungen. Die Bedienfunktionen wurden beim Steinitz Edition 4 erweitert durch die Anzeige der Rechentiefe, Stellungsbewertung und Hauptvariante.

Um auch in der Spielstärke wieder konkurrenzfähig zu sein, kündigte man ein neues, schnelleres Grundgerät an mit 4 Mhz. Dieses schnelle Grundgerät wurde nur in geringen Stückzahlen produziert und wird nur vom Steinitz-Programm unterstützt. Andere Module (Sargon...) funktionieren zwar, allerdings läuft alles (auch die Zeit) doppelt so schnell ab.

Im Online Oldie Turnier 2008 hat ein MGS Steinitz in der Gruppe U1600 teilgenommen und beim 8. D.A.CH. - Turnier 2008 in Kaufbeuren hat das MGS Steinitz die B-Gruppe mit 6 Punkten aus 6 Partien gewonnen.

Mit freundlicher Genehmigung aus Hein Veldhuis Datenbank:


Steinitz Edition 4 master chess - 12-1982 [0949] ACI

• Weiterentwickelt aus dem Capablanca `S` Modul von Larry Atkin mit 24K EPROM
• Mit transposition tables für ein noch besser und tiefer rechnendes Programm
• Gibt Einblick in den Rechenvorgang
• Spielt aggressiv!
• Beherrscht alle Unterverhandlungen
• Erkennt Zugumstellungen sogar bei eingegebene Eröffnungspositionen wenn sie in seinem Repertoire enthalten sind
• ca. 3500 Halbzüge in der Eröffnungsbibliothek
• 11 Spielstufen, eine davon frei programmierbar (X Züge in Y Minuten)
• Im Gegensatz zum Morphy (Sandy) kann man beim Steinitz bis zu 32 Halbzüge zurücknehmen!
• Das Modul hat damals DM 570,00 gekostet