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Conic

aus Schachcomputer.info Wiki, der freien Schachcomputer-Wissensdatenbank
Conic International Ltd.
Gründung 1979
Auflösung 1982
Sitz Hongkong,
Vereinigtes Königreich (bis 1997)

Conic International Ltd. war ein in Hongkong ansässiger Hersteller von Konsumelektronik, der vor allem in den 1970er und frühen 1980er Jahren tätig war. Das Unternehmen ist heute hauptsächlich für seine frühen elektronischen Schachcomputer bekannt, die international unter zahlreichen Handelsnamen vertrieben wurden.

Unternehmensgeschichte

Conic International wurde Ende der 1960er Jahre in Hongkong gegründet, einer Zeit, in der sich die Region zu einem wichtigen Produktionsstandort für preisgünstige Elektronik entwickelte. Das Unternehmen spezialisierte sich auf die OEM-Fertigung (Original Equipment Manufacturer) und belieferte internationale Märkte mit Geräten, die häufig unter fremden Marken verkauft wurden.

In den späten 1970er Jahren nutzte Conic den wachsenden Markt für elektronische Spiele und brachte mehrere Schachcomputer-Modelle heraus. Diese Geräte wurden über Distributoren in Europa und Nordamerika vertrieben und trugen je nach Absatzmarkt unterschiedliche Markennamen.

Die Aktivitäten von Conic International lassen sich bis etwa 1982 nachweisen. Danach verschwindet das Unternehmen weitgehend aus den verfügbaren Handels- und Produktverzeichnissen.

Produkte

Conic stellte eine Vielzahl einfacher elektronischer Konsumgeräte her, darunter:

  • elektronische Brett- und Tischspiele
  • Taschenrechner
  • einfache LED- und LCD-Spielgeräte

Bekanntheit erlangte das Unternehmen jedoch durch seine Schachcomputer, die zu den frühesten Modellen dieser Gerätegattung zählen.

Der bekannteste Schachcomputer von Conic erschien u. a. unter folgenden Namen:

  • Conic Computer Chess
  • Dealor Computer Chess (Frankreich)
  • Zetron Computer Chess (Vereinigtes Königreich)
  • Master I Schach-Computer (Deutschland)
  • Trevi 444 Scaccomatto (Italien)

Diese Modelle waren technisch weitgehend identisch und unterschieden sich meist nur in Gehäusegestaltung, Beschriftung und Verpackung. Das Programm war eine Raubkopie vom CompuChess Second Edition, die zusätzlichen Spielvarianten wurden entfernt und zum Start wird nach der Levelwahl die Taste 'F' gedrückt ('A' beim CompuChess). Das Gerät ist weiterhin 50% langsamer als das Original.

Technische Ausrichtung

Conic setzte bei seinen Schachcomputern auf kostengünstige Mikroprozessor-Architekturen, insbesondere den Fairchild F3850. Die Geräte verfügten über sehr begrenzte Speicherressourcen und einfache Anzeige- und Eingabesysteme, was sie klar im Einsteigersegment positionierte.

Charakteristisch für Conic-Produkte war die Kombination aus:

  • geringer Produktionskosten
  • internationaler Mehrfachvermarktung
  • technischer Einfachheit bei dennoch innovativem Charakter für die jeweilige Zeit

Bedeutung

Conic International gilt als typischer Vertreter der Hongkonger Elektronikindustrie der 1970er Jahre, die maßgeblich zur weltweiten Verbreitung elektronischer Spiel- und Lerngeräte beitrug. Im Bereich der Schachcomputer spielte das Unternehmen eine Rolle bei der Popularisierung elektronischen Schachs außerhalb kleiner technikaffiner Zielgruppen. Obwohl Conic selbst keine technologischen Spitzenprodukte entwickelte, trugen seine Geräte dazu bei, Schachcomputer als Massenprodukt zu etablieren.

Nachwirkung

Heute ist Conic International vor allem Sammlern historischer Elektronik und Schachcomputer bekannt. Die Produkte des Unternehmens werden in der Fachliteratur häufig als Beispiele für frühe, international vertriebene Schachcomputer genannt. Originalgeräte sind zunehmend selten und besitzen vor allem historischen und dokumentarischen Wert.

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