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Conic Master I

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Conic Master I
Hersteller Conic
Markteinführung 1979
CElo
Programmierer
Prozessor F8 (Fairchild 3850)
Prozessortyp 8 Bit
Takt 2 MHz
RAM 256 bytes
ROM 4 KB
Bibliothek Keine
Einführungspreis
Rechentiefe
BT-2450
BT-2630
Colditz
Verwandt CompuChess Second Edition
Zugeingabe Tastatur
Zugausgabe LED Display
Display 4 x 7 Segment
Stromversorgung 9V/600mA oder 6 Babyzellen
Spielstufen 6
Maße 24 x 16,5 x 6,5 cm
Sonstiges
Spielt nur mit Schwarz! Eingabe von Sonderzügen über Spezialtasten.

Conic Master I, in Frankreich unter dem Namen DEALOR Computer Chess vertrieben, ist ein früher elektronischer Schachcomputer aus dem Zeitraum 1979 bis etwa 1981. Das Gerät gehört zu einer Reihe baugleicher Schachcomputer, die Ende der 1970er Jahre von einem Hersteller in Hongkong produziert und international unter verschiedenen Markennamen verkauft wurden. Das Programm war eine Raubkopie vom CompuChess Second Edition, die zusätzlichen Spielvarianten wurden entfernt und zum Start wird nach der Levelwahl die Taste 'F' gedrückt ('A' beim CompuChess). Das Gerät ist weiterhin 50% langsamer als das Original.

Geschichte

Der Schachcomputer wurde ursprünglich von Conic International Ltd., einem in Hongkong ansässigen Elektronikunternehmen, entwickelt und vermarktet. Conic war in den späten 1970er Jahren vor allem für preisgünstige Konsumelektronik bekannt. Dasselbe Grundmodell erschien in mehreren Ländern unter unterschiedlichen Bezeichnungen, darunter:

  • CONIC Computer Chess (international)
  • DEALOR Computer Chess (Frankreich)
  • Zetron Computer Chess (Vereinigtes Königreich)
  • Master I Schach-Computer (Deutschland)
  • Trevi 444 Scaccomatto (Italien)

Die Geräte unterschieden sich äußerlich meist nur durch Gehäusefarbe, Beschriftung und Verpackung, waren technisch jedoch weitgehend identisch.

Technik

Der CONIC / DEALOR zählt zu den frühen mikroprozessorgesteuerten Schachcomputern mit sehr begrenzten Ressourcen:

  • Prozessor: Fairchild F3850 (8-Bit-CPU)
  • Arbeitsspeicher: 256 Bytes interner RAM
  • Programmspeicher: 4 KB ROM

Die Eingabe der Züge erfolgt über ein sensorisches Schachbrett mit Kontaktstiften: Jede Figur besitzt einen metallischen Kontakt, der beim Einsetzen in ein Feld erkannt wird. Der Computerzug wird über LED-Anzeigen auf dem Brett dargestellt, die Start- und Zielfeld markieren.

Die Stromversorgung erfolgt wahlweise über Batterien oder ein externes Netzteil.

Spielstärke

Die Spielstärke des CONIC / DEALOR ist aus heutiger Sicht gering. Aufgrund der stark eingeschränkten Rechenleistung und des kleinen Programmspeichers analysiert der Computer nur wenige Halbzüge im Voraus. Er war primär für Anfänger und Gelegenheitsspieler gedacht und diente mehr der Demonstration elektronischer Spieltechnik als ernsthafter schachlicher Herausforderung.

Typisch für Geräte dieser Generation sind einfache Bewertungsfunktionen, kaum Endspielkenntnisse und taktische Schwächen.

Bedeutung

Der CONIC / DEALOR ist ein Beispiel für die erste Generation kommerziell erfolgreicher Schachcomputer, die Ende der 1970er Jahre den Übergang von experimentellen Geräten zu Massenprodukten markierten. Besonders charakteristisch ist die internationale Mehrfachvermarktung eines einzigen Designs unter verschiedenen Markennamen.

Sammlerwert

Heute wird der CONIC / DEALOR hauptsächlich von Sammlern historischer Schachcomputer geschätzt. Der Marktwert hängt stark vom Erhaltungszustand, der Funktionsfähigkeit sowie vom Vorhandensein der Originalverpackung ab. Die französische DEALOR-Version ist seltener als einige andere Varianten.

Spielstufen

  • Stufe 1 = für Anfänger, sofortige Reaktion
  • Stufe 2 = für geübte Anfänger, ca. 16 Sek.
  • Stufe 3 = für Durchschnittsspieler, bis 15 Min.
  • Stufe 4 = für guten Spieler, unter 25 Min.
  • Stufe 5 = für Problemstellungen, bis 20 Std.
  • Stufe 6 = für schwere Problemstellungen, bis zu 2 Tage laut Bedienungsanleitung

Weblinks

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