Spielstufen

aus Schachcomputer.info Wiki, der freien Schachcomputer-Wissensdatenbank
Wechseln zu: Navigation, Suche

In erster Linie ist hierunter ein Komfortmerkmal zu sehen, das die Anpassung der Rechenstärke des Gerätes an die eigene Spielstärke ermöglicht. Die einzelnen Spielstufen begrenzen die Bedenkzeit des Rechners in unterschiedlichem Maße, wobei der Computer grundsätzlich umso stärker spielt, je mehr Zeit ihm zur Berechnung eines Zuges eingeräumt wird.

Dies findet seine natürliche Grenze dort, wo die Anzahl der zu berechnenden Positionen sprunghaft ansteigt und, da ihre Rechenleistung nur linear zunimmt, selbst von den größten Computern der Welt nicht mehr in sinnvoller Wartezeit berechnet werden kann.

Zur Verdeutlichung:

Nehmen wir an, daß eine Stellung nur acht Halbzüge tief untersucht werden soll (Großmeister rechnen in bestimmten Situationen einige, ihnen sinnvoll erscheinende Fortsetzungen weiter!) und in jeder Stellung durchschnittlich nur 30 regelgemäße Züge möglich sind, dann hätte der Computer, müßte er jeden legalen Zug berechnen 30x30x30x30x30x30x30x30=656.100.000.000 Positionen zu untersuchen. Bei 2000 überprüften Stellungen pro Sekunde, dem durchschnittlichen Rechenvermögen guter Schachcomputer, müßte das Gerät ca. 10 Jahre rechnen. Bei sehr vielen Computern sind heute neben Spielstufen, die eine bestimmte Durchschnittsbedenkzeit pro Zug festlegen, noch vorhanden:

  • Turnierstufen

x Züge in y Minuten (z.B. 40 Züge in 2 Stunden)


  • Count-down Stufen

die gesamte Partie in x Minuten, wobei bei Geräten mit Anzeige die verbleibende Restbedenkzeit im Display erscheint


  • Handicap-/Spaßstufen

Der Computer spielt mit reduzierter Spielstärke; wichtig insbesondere für Kinder und Jugendliche, die Erfolgserlebnisse benötigen (siehe "Erweiterter Spielstärkebereich!").


  • Problemstufen/Mattsuchstufen

Rechner sucht unter Ausschaltung der übrigen Programmstrategien stur nach dem schnellstmöglichen Matt


  • Analyse-/Fernschachstufe

Gerät rechnet so lange, bis der Vorgang vom Bediener unterbrochen oder ein Matt erreicht wird. Hier sind also durchaus tage- oder wochenlange Analysen einer Stellung möglich, die naturgemäß zu einem besonders fundierten Zug führen.