Mit Schwarz gewinnen im Schach

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Mit Schwarz gewinnen im Schach
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© Foto von Kurt Kispert

Produktinformation
Autor: H.C. Opfermann Preis: 9,80 DM
Verlag: Heyne Verlag; 1988 ISBN-10: 3453031067
Seiten: 160 ISBN-13: 9783453031067
Sprache: Deutsch Sonstiges: Taschenbuchausgabe
Inhalt / Rezension
Der Titel "Mit Schwarz gewinnen im Schach" ist etwas irritierend, denn erst im Untertitel erfährt der Leser das Grundthema dieses Buches: "Die Weltmeister-Computerprogramme eröffnen ungewöhnliche Siegchancen". Anhand mehrerer, ausführlich erläuterter Partien gegen den damaligen Computer-Weltmeister Mephisto Dallas, erklärt der Autor dem Leser seine so genannte "Zentrum-Flügel-Strategie". Die Beispielpartien des Autors gegen den Dallas beruhen auf der bekannten Methodik, das Zentrum mit Bauernketten geschlossen zu halten und im geeigneten Moment einen Angriff am Flügel zu lancieren. Damals wie heute ein probates Mittel gegen Schachcomputer, da die Gefahr im Suchhorizont der Rechner zu spät erkannt wird. Im gleichen Zuge wird diese Strategie auch als erfolgversprechend gegen Menschen angepriesen, was nach heutigen Erkenntnissen falsch ist. Eine Analogie im Spiel von Computern und Menschen lässt sich nicht herstellen; die Spielweise ist zu unterschiedlich. Warum diese „Zentrum-Flügel-Strategie“ nur mit Schwarz erfolgreich sein soll, wird im Buch nicht erklärt.

Das Buch krankt insgesamt an der gestelzten und skurrilen Ausdrucksweise des Autors, so dass es mitunter schon wieder lustig ist. Dies besonders wenn er auf schach- oder computerspezifische Details zu sprechen kommt. Vollkommen hanebüchen wird es meines Erachtens, wenn Opfermann die Strategie Aljechins in Zusammenhang setzt mit seinen Partien gegen den Mephisto Dallas und daraus einen Zweikampf der Systeme von Nimzowitsch und Aljechin interpretiert.

Eine kleine Marktübersicht aus der CSS 6/1986 und wenige Fotos von Schachcomputern finden sich im Buch, mit einem äußerst delikaten Fehler: Zur Bildunterschrift des Mephisto Dallas ist ein Foto der CXG Sphinx 40 im Buch gedruckt.

Bewertung
Fazit: nur als humoristische Lektüre geeignet
Rezensent: Peter Haupert