Saitek Sparc

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Saitek Sparc
Hersteller Saitek Jahr: 1993
Elo 2225 Preis 1000 DM (500 €)
Programmierer Spracklen, Dan & Kathe BT-2450 2170
Prozessor SPARC BT-2630 2187
Prozessortyp 32 Bit Colditz
Takt 20 MHz Rechentiefe Halbzüge
RAM 1024 KB (bei steckbarem Speicher bis max. 4 MB erweiterbar) Display LCD-Schachbrett (Renaissance)
ROM 256 KB Verwandt
Bibliothek 300.000 Positionen Zugeingabe Magnetsensoren
Zugausgabe LCD-Schachbrett + 81 Feld LEDs (Renaissance) / 16 Feld-LEDs (Galileo)
Spielstufen 32
Maße Modul
Stromversorgung 10V= / 1,5A (Plus innen)
Sonstiges Beim Galileo bzw. älteren Renaissance Brettern, muss die Stromversorgungsplatine geändert werden.
Level Infobox
30 Sek./ pro Zug Level:  e4
30 Min./ pro Zug Level:  g5
60 Sek./ pro Zug Level:  e5
60 Min./ pro Zug Level:  g6
Turnier Level:  f3
Analyse Level:  f8
Infos
Das amerikanische Ehepaar Dan & Kate Spracklen entwickelte lange Jahre Schachcomputer für die Firma Fidelity. Ihre Programme erfreuten sich großer Beliebtheit, denn neben der hohen Spielstärke gefiel der besonders aggressive Spielstil.

Nach der Übernahme von Fidelity durch die Firma Hegener+Glaser wechselten beide zu der Firma Saitek. Nach einer Entwicklungsphase von über drei Jahren präsentierte Saitek das neue Programm, das Sparc Modul. Das Modul enthält einen sehr schnellen 32 Bit RISC-Prozessor, der mit 20 MHz getaktet ist und bietet so optimale Hardwarevoraussetzungen für die Software.

Zwei Holzbretter stehen für das Modul zur Verfügung, der Galileo und das Renaissancebrett. Leider verfügt das Modul nicht über ein eigenes Display und kann deshalb nur vernünftig im Renaissance betrieben werden, der im Unterschied zum Galileo ein LCD-Brett und Display bietet. Das Display bietet eine Vielfalt von Informationen, z. B. Stellungsbewertung, Hauptvariante, usw.

Dem Programm stehen 1MB RAM für Hashtables zur Verfügung, wobei der Arbeitsspeicher bei einigen Geräten (steckbare Speicherbausteine) bis max. 4MB erweiterbar ist. Das Programm bietet dem Anwender zwei Eröffnungsbibliotheken an. In allen Turnierstufen (Level f1 - f8) wird automatisch eine speziell auf die Spielweise des Computers zugeschnittene Bibliothek zugeschaltet. In den anderen, reichlich vorhandenen Spielstufen, wird auf eine große Bibliothek zugegriffen, die zwar auch unsolide und riskante Eröffnungen ausspielt, dafür aber deutlich mehr Abwechslung bietet. Zugumstellungen werden sicher erkannt, insgesamt kennt der Sparc ca. 300.000 Positionen.

Leider kann der Spieler im Unterschied zu den früheren Saitek Geräten keine eigene Bibliothek erstellen! Zwar ist die Eingabe von zusätzlichen Eröffnungszüge möglich, diese werden aber nur vom entsprechenden Grundprogramm im Galileo bzw. Renaissance ausgespielt. Das Sparc Modul greift nicht auf diese Züge zu.

Das Mittelspiel unterscheidet sich deutlich von der Spielweise anderer Fidelity Geräten. Die Spracklens haben in das Programm sehr viel positionelles Wissen eingefügt, ohne das der taktische Bereich Schaden genommen hat. Der Sparc baut seine Stellung sehr solide auf und versteht sich auch auf das Lavieren. Die taktischen Fähigkeiten des Computers gehören zum Besten, was in diesem Bereich geboten wird, allerdings ist vom früheren aggressiven Stil der Spracklen Programme nicht mehr viel übrig geblieben. Das Endspiel kann nicht in allen Bereich als gelungen bezeichnet werden, denn nicht immer nutzt der Sparc seine errungenen Vorteile konsequent aus. Beeindruckend sind die Leistungen in reinen Bauern- und Turmendspielen, hier kommt die Rechenpower bzw. das Endspielwissen der Maschine voll zur Geltung.

Quelle: Eurochess 1995

Sparc Modul im Renaissance Brett
Sparc Modul im Renaissance Brett
Sparc Modul
Sparc Modul


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