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= | | Firma = CXG / Newcrest Technology Ltd. | ||
| Bild = [[Bild:CXG_Banner.jpg|center|250px]] | |||
| Gründung = [[1981]] | |||
| Auflösung = [[1993]] | |||
| Sitz = Hongkong,<br>Vereinigtes Königreich (bis 1997) | |||
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'''CXG / Newcrest Technology Ltd.''' (auch CXG Systems) war ein Hersteller von elektronischen Schachcomputern mit Sitz in Hongkong, der vor allem in den 1980er und frühen 1990er Jahren aktiv war. Das Unternehmen ist bekannt für eine Reihe von dedizierten Schachcomputern, die unter der Marke CXG sowie für andere Elektronik- und Spielwarenfirmen produziert und weltweit vertrieben wurden. | '''CXG / Newcrest Technology Ltd.''' (auch CXG Systems) war ein Hersteller von elektronischen Schachcomputern mit Sitz in Hongkong, der vor allem in den 1980er und frühen 1990er Jahren aktiv war. Das Unternehmen ist bekannt für eine Reihe von dedizierten Schachcomputern, die unter der Marke CXG sowie für andere Elektronik- und Spielwarenfirmen produziert und weltweit vertrieben wurden. | ||
== Geschichte == | |||
Die Anfänge des Unternehmens gehen auf 1979/1981 zurück, als sich der australische Technologe [[White, Eric|Eric White]] gemeinsam mit seinem amerikanischen Partner '''Ken Cohen''' in Hongkong mit der Produktion von Schachcomputern beschäftigte. Ursprünglich firmierte die Unternehmung unter dem Namen '''White and Allcock''', ein bewusst humorvoller Name, der später durch CXG Newcrest Technology Limited ersetzt wurde. Allcock war Whites Spitzname für Ken Cohen. Einen Herrn Allcock gab es übrigens nicht. So äußerte sich Erich White 1985 auf der Nürnberger Spielwarenmesse: ''"Unsere Firma begann als Witz. Wir haben sie angemeldet, als wir einen Lastwagen brauchten, der Name stammt aus einem Sammy Davis Jr. Sketch, der "Allcock and Brown hieß."'' | Die Anfänge des Unternehmens gehen auf 1979/1981 zurück, als sich der australische Technologe [[White, Eric|Eric White]] gemeinsam mit seinem amerikanischen Partner '''Ken Cohen''' in Hongkong mit der Produktion von Schachcomputern beschäftigte. Ursprünglich firmierte die Unternehmung unter dem Namen '''White and Allcock''', ein bewusst humorvoller Name, der später durch CXG Newcrest Technology Limited ersetzt wurde. Allcock war Whites Spitzname für Ken Cohen. Einen Herrn Allcock gab es übrigens nicht. So äußerte sich Erich White 1985 auf der Nürnberger Spielwarenmesse: ''"Unsere Firma begann als Witz. Wir haben sie angemeldet, als wir einen Lastwagen brauchten, der Name stammt aus einem Sammy Davis Jr. Sketch, der "Allcock and Brown hieß."'' | ||
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Im Laufe der Zeit begann CXG zusätzlich, eigene '''[[:Kategorie:Sphinx|Sphinx]]'''-Markenserien in das Produktportfolio aufzunehmen, begann aber gegen Ende [[1992]] den direkten Verkauf neuer Geräte einzustellen. Die letzten unter dem CXG-Label vertriebenen Schachcomputer wurden noch 1993 verkauft, teilweise über Partner wie [[Excalibur|Excalibur Electronics]] in den USA. | Im Laufe der Zeit begann CXG zusätzlich, eigene '''[[:Kategorie:Sphinx|Sphinx]]'''-Markenserien in das Produktportfolio aufzunehmen, begann aber gegen Ende [[1992]] den direkten Verkauf neuer Geräte einzustellen. Die letzten unter dem CXG-Label vertriebenen Schachcomputer wurden noch 1993 verkauft, teilweise über Partner wie [[Excalibur|Excalibur Electronics]] in den USA. | ||
== Produkte == | |||
CXG / Newcrest Technology stellte eine breite Palette von dedizierten Schachcomputern her, die von einfachen Tisch- oder Reisegeräten bis zu technisch fortgeschrittenen Modellen reichten. Viele der Geräte zeichneten sich durch standardisierte LCD-Displays, Drucksensor-Schachbretter und variable Spielstufen aus. Einige bekannte Serien und Modelle umfassen: | CXG / Newcrest Technology stellte eine breite Palette von dedizierten Schachcomputern her, die von einfachen Tisch- oder Reisegeräten bis zu technisch fortgeschrittenen Modellen reichten. Viele der Geräte zeichneten sich durch standardisierte LCD-Displays, Drucksensor-Schachbretter und variable Spielstufen aus. Einige bekannte Serien und Modelle umfassen: | ||
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Die Programme dieser Maschinen wurden von verschiedenen bekannten Programmierern der Schachcomputer-Szene entwickelt, darunter [[Lang, Richard|Richard Lang]], [[Morsch, Frans|Frans Morsch]], [[Danielsen, Kaare|Kaare Danielsen]], [[Taylor, Mark|Mark Taylor]] und [[Horvath, Gyula|Gyula Horváth]]. | Die Programme dieser Maschinen wurden von verschiedenen bekannten Programmierern der Schachcomputer-Szene entwickelt, darunter [[Lang, Richard|Richard Lang]], [[Morsch, Frans|Frans Morsch]], [[Danielsen, Kaare|Kaare Danielsen]], [[Taylor, Mark|Mark Taylor]] und [[Horvath, Gyula|Gyula Horváth]]. | ||
== Technologie und Merkmale == | |||
Die meisten CXG-Schachcomputer basierten auf 8-Bit-Prozessoren (unter anderem Varianten des Hitachi 6301 sowie des 65C02) und verfügten über vergleichsweise geringe Speicherressourcen mit wenigen Kilobyte ROM und RAM. Die Geräte waren in der Regel in Kunststoffgehäusen untergebracht und mit Drucksensor-Schachbrettern ausgestattet. | Die meisten CXG-Schachcomputer basierten auf 8-Bit-Prozessoren (unter anderem Varianten des Hitachi 6301 sowie des 65C02) und verfügten über vergleichsweise geringe Speicherressourcen mit wenigen Kilobyte ROM und RAM. Die Geräte waren in der Regel in Kunststoffgehäusen untergebracht und mit Drucksensor-Schachbrettern ausgestattet. | ||
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Modelle der gehobenen Leistungsklasse wiesen eine höhere Spielstärke auf und boten zusätzliche Funktionen wie Partiespeicherung, Pondern, Analyse- und „What-if“-Funktionen sowie erweiterte Spielstile. Teilweise kamen auch leistungsstärkere Prozessoren, etwa der Motorola 68000, zum Einsatz, um ein moderneres und hochwertigeres Erscheinungsbild zu vermitteln und sich deutlicher vom preisgünstigen Massenmarkt abzugrenzen. | Modelle der gehobenen Leistungsklasse wiesen eine höhere Spielstärke auf und boten zusätzliche Funktionen wie Partiespeicherung, Pondern, Analyse- und „What-if“-Funktionen sowie erweiterte Spielstile. Teilweise kamen auch leistungsstärkere Prozessoren, etwa der Motorola 68000, zum Einsatz, um ein moderneres und hochwertigeres Erscheinungsbild zu vermitteln und sich deutlicher vom preisgünstigen Massenmarkt abzugrenzen. | ||
== Vertrieb und Kooperationen == | |||
Neben dem eigenen Direktvertrieb verkaufte CXG / Newcrest Technology Schachcomputer auch als OEM-Produkte für andere Markenhersteller. In Australien beispielsweise wurden CXG-Geräte unter dem Namen [[Hanimex]] vertrieben. [[1987]] gründete CXG eine Partnerschaft mit der [[Samole, Sidney|Samole-Familie]] von [[Fidelity]] und später [[Excalibur]], für die sie viele ihrer Modelle mit Fidelity- und Excalibur-Marken herstellten. | Neben dem eigenen Direktvertrieb verkaufte CXG / Newcrest Technology Schachcomputer auch als OEM-Produkte für andere Markenhersteller. In Australien beispielsweise wurden CXG-Geräte unter dem Namen [[Hanimex]] vertrieben. [[1987]] gründete CXG eine Partnerschaft mit der [[Samole, Sidney|Samole-Familie]] von [[Fidelity]] und später [[Excalibur]], für die sie viele ihrer Modelle mit Fidelity- und Excalibur-Marken herstellten. | ||
== Ende und Nachfolge == | |||
Nach dem Konkurs von Newcrest Technology 1991, ausgelöst durch technische Probleme mit dem Kindercomputer "Columbus", entstand eine Marktlücke im Schachcomputermarkt. Der frühere Firmenchef Eric White verlor zunächst seine Firma, blieb der Branche jedoch verbunden. 1994 gründete David Levy die Firma Krypton, um preiswerte Schachcomputer anzubieten, meist mit Programmen seiner früheren Softwarefirma. White kehrte 1995 als Berater zurück und die Produktion verlief erfolgreich. | Nach dem Konkurs von Newcrest Technology 1991, ausgelöst durch technische Probleme mit dem Kindercomputer "Columbus", entstand eine Marktlücke im Schachcomputermarkt. Der frühere Firmenchef Eric White verlor zunächst seine Firma, blieb der Branche jedoch verbunden. 1994 gründete David Levy die Firma Krypton, um preiswerte Schachcomputer anzubieten, meist mit Programmen seiner früheren Softwarefirma. White kehrte 1995 als Berater zurück und die Produktion verlief erfolgreich. | ||