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CXG

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Existenz: 1981 - 1993

CXG / Newcrest Technology Ltd. (auch CXG Systems) war ein Hersteller von elektronischen Schachcomputern mit Sitz in Hongkong, der vor allem in den 1980er und frühen 1990er Jahren aktiv war. Das Unternehmen ist bekannt für eine Reihe von dedizierten Schachcomputern, die unter der Marke CXG sowie für andere Elektronik- und Spielwarenfirmen produziert und weltweit vertrieben wurden.

Geschichte

Die Anfänge des Unternehmens gehen auf 1979/1981 zurück, als sich der australische Technologe Eric White gemeinsam mit seinem amerikanischen Partner Ken Cohen in Hongkong mit der Produktion von Schachcomputern beschäftigte. Ursprünglich firmierte die Unternehmung unter dem Namen White and Allcock, ein bewusst humorvoller Name, der später durch CXG Newcrest Technology Limited ersetzt wurde. Allcock war Whites Spitzname für Ken Cohen. Einen Herrn Allcock gab es übrigens nicht. So äußerte sich Erich White 1985 auf der Nürnberger Spielwarenmesse: "Unsere Firma begann als Witz. Wir haben sie angemeldet, als wir einen Lastwagen brauchten, der Name stammt aus einem Sammy Davis Jr. Sketch, der "Allcock and Brown hieß."

Ab 1984 trat das Unternehmen offiziell als CXG Newcrest Technology Ltd. auf, bevor es 1991 in National Telecommunications System Ltd. umbenannt wurde. Es folgten weitere Nachfolge-Unternehmen wie Krypton Ltd. (ab 1994) und Timorite Ltd. (Mitte der 1990er), die ebenfalls im Bereich elektronischer Schachcomputer aktiv waren. Den deutschen Vertrieb übernahm die Firma Lorenz Siwek in Fürth und alle Geräten trugen die Bezeichnung CXG.

Die Firma entwarf ihre Geräte in Hongkong, ließ sie in China fertigen und vertrieb sie unter der eigenen Marke sowie für Drittpartner. Dabei wurden CXG-Schachcomputer von zahlreichen internationalen Marken und Händlern unter Lizenz oder als OEM-Produkte verkauft, darunter Systema, RadioShack, Schneider, Hanimex, Toytronic, Tiger Electronics und weitere.

Im Laufe der Zeit begann CXG zusätzlich, eigene Sphinx-Markenserien in das Produktportfolio aufzunehmen, begann aber gegen Ende 1992 den direkten Verkauf neuer Geräte einzustellen. Die letzten unter dem CXG-Label vertriebenen Schachcomputer wurden noch 1993 verkauft, teilweise über Partner wie Excalibur Electronics in den USA.

Produkte

CXG / Newcrest Technology stellte eine breite Palette von dedizierten Schachcomputern her, die von einfachen Tisch- oder Reisegeräten bis zu technisch fortgeschrittenen Modellen reichten. Viele der Geräte zeichneten sich durch standardisierte LCD-Displays, Drucksensor-Schachbretter und variable Spielstufen aus. Einige bekannte Serien und Modelle umfassen:

Die Programme dieser Maschinen wurden von verschiedenen bekannten Programmierern der Schachcomputer-Szene entwickelt, darunter Richard Lang, Frans Morsch, Kaare Danielsen, Mark Taylor und Gyula Horváth.

Technologie und Merkmale

Die meisten CXG-Schachcomputer basierten auf 8-Bit-Prozessoren (unter anderem Varianten des Hitachi 6301 sowie des 65C02) und verfügten über vergleichsweise geringe Speicherressourcen mit wenigen Kilobyte ROM und RAM. Die Geräte waren in der Regel in Kunststoffgehäusen untergebracht und mit Drucksensor-Schachbrettern ausgestattet.

Modelle der gehobenen Leistungsklasse wiesen eine höhere Spielstärke auf und boten zusätzliche Funktionen wie Partiespeicherung, Pondern, Analyse- und „What-if“-Funktionen sowie erweiterte Spielstile. Teilweise kamen auch leistungsstärkere Prozessoren, etwa der Motorola 68000, zum Einsatz, um ein moderneres und hochwertigeres Erscheinungsbild zu vermitteln und sich deutlicher vom preisgünstigen Massenmarkt abzugrenzen.

Vertrieb und Kooperationen

Neben dem eigenen Direktvertrieb verkaufte CXG / Newcrest Technology Schachcomputer auch als OEM-Produkte für andere Markenhersteller. In Australien beispielsweise wurden CXG-Geräte unter dem Namen Hanimex vertrieben. 1987 gründete CXG eine Partnerschaft mit der Samole-Familie von Fidelity und später Excalibur, für die sie viele ihrer Modelle mit Fidelity- und Excalibur-Marken herstellten.

Ende und Nachfolge

Nach dem Konkurs von Newcrest Technology 1991, ausgelöst durch technische Probleme mit dem Kindercomputer "Columbus", entstand eine Marktlücke im Schachcomputermarkt. Der frühere Firmenchef Eric White verlor zunächst seine Firma, blieb der Branche jedoch verbunden. 1994 gründete David Levy die Firma Krypton, um preiswerte Schachcomputer anzubieten, meist mit Programmen seiner früheren Softwarefirma. White kehrte 1995 als Berater zurück und die Produktion verlief erfolgreich.

Ebenfalls 1995 wurde Krypton in Timoride Ltd. umbenannt. Das Unternehmen wuchs stark, betrieb eine eigene Fabrik in China und produzierte sowohl unter eigenen Marken (Krypton, später Systema) als auch für andere Firmen wie Excalibur und Millennium.

Ab 1998 begann jedoch der Niedergang. Timoride kooperierte mit Tiger Electronics, wobei der Markenname „Tiger Chess“ dominierte. Nach der Fusion von Tiger mit Hasbro 1999 erschienen kaum noch neue Modelle. Sinkende Verkaufszahlen, starke Konkurrenz (vor allem Saitek) und der Aufstieg des PCs führten schließlich dazu, dass Hasbro 2001 den Ausstieg aus dem Schachcomputermarkt erwog. Danach verschwand Timoride faktisch vom Markt.

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