Fidelity Master 2400
Der Fidelity Master 2400 wurde 1992 als neues Flaggschiff der Kunststoff-Drucksensor-Reihe angekündigt. Unter der Modell-Nr. 6130 sollte dieses Gerät eine neue Ära einläuten: den Einsatz von 32-Bit-RISC-Prozessoren im Consumer-Bereich.
Obwohl bereits Werbefotos und detaillierte technische Spezifikationen vorlagen, wurde das Projekt nach der Fusion von Fidelity und Mephisto (Hegener & Glaser) gestoppt. Das Gerät ist heute ein Mythos der Schachcomputer-Szene und existiert lediglich in Form von wenigen Prototypen oder Vorserienmodellen.
| Prozessor | ARM2, 12 MHz (32 Bit RISC) |
| Speicher | 128 KB ROM, 128 KB RAM |
| Bibliothek | 20.000 Züge (Eröffnungsbuch) |
| Zugeingabe | Drucksensoren (Sensorbrett) |
| Zugausgabe | 4-stellige 7-Segment Anzeige |
| Spielstufen | 41 verschiedene Stufen |
| Besonderheiten | 256 Züge zurückspielbar, Modell-Nr. 6130 |
| Stromversorgung | Batterie (4 x AA) oder Netzteil |
Die Wahl des ARM2-Prozessors war für das Jahr 1992 eine Sensation. Mit 12 MHz und der 32-Bit-RISC-Architektur hätte der Master 2400 die damalige Konkurrenz in der Preisklasse vermutlich deklassiert. Besonders beeindruckend waren die geplanten 128 KB RAM – ein gewaltiger Speicher für die damalige Zeit, der extrem tiefe Variantenberechnungen ermöglicht hätte.
Das Gerät war technisch eng mit dem Fidelity Challenger 2300 verwandt, sollte diesen jedoch in Sachen Rechenpower und Eröffnungsbibliothek (20.000 statt 12.000 Züge) deutlich übertreffen.