Vtech Chess Master
| Vtech Chess Master | ||
|---|---|---|
Copyright Michael Watters - Chess Computer UK | ||
| Hersteller | Vtech | |
| Markteinführung | 1983 | |
| CElo | 900 | |
| Programmierer | ||
| Prozessor | ||
| Prozessortyp | 4 Bit | |
| Takt | ||
| RAM | 128 Nibbles (= 64 Bytes) | |
| ROM | 2 KB | |
| Bibliothek | --- | |
| Einführungspreis | ||
| Rechentiefe | ||
| BT-2450 | ||
| BT-2630 | ||
| Colditz | ||
| Verwandt | ||
| Zugeingabe | Tasten | |
| Zugausgabe | LCD Schachbrett | |
| Display | Ja | |
| Stromversorgung | 3 Batterien (LR 44 oder SR 44) | |
| Spielstufen | 2 + MA | |
| Maße | 124 x 75 x 16 mm | |
| Sonstiges | ||
| Von den Abmessungen her könnte der Chess Master durchaus für die Hall of Fame in Frage kommen. Das Display misst nur 40 x 44,5 mm!
Rückseite: c1983 VTL MADE IN HONGKONG / Er ist der schwächste Schachcomputer! | ||
Vtech Chess Master: Das "Leichtgewicht" unter den Computern
Vtech (ehemals Video Technology) ist heute vor allem für Lernspielzeug bekannt. Anfang der 1980er versuchten sie jedoch, im boomenden Markt der Schachcomputer Fuß zu fassen. Der Chess Master war ihr Versuch, ein extrem preiswertes Einstiegsgerät anzubieten.
Design und Technik
Das Gerät ist ein sehr kompaktes LCD-Taschenschach. Im Gegensatz zum Acetronic, der mit LEDs am Brettrand arbeitete, findet das Spiel hier komplett auf einem kleinen Flüssigkristalldisplay (LCD) statt.
Hardware
Die Hardware ist extrem minimalistisch. Er besaß vermutlich nur 2 KB ROM und einen Arbeitsspeicher von winzigen 64 Bytes (128 Nibbles). Zum Vergleich: Ein moderner Kaugummiautomat hat heute oft mehr Rechenleistung.
Bedienung
Die Züge werden über Tasten unter dem Display eingegeben. Es gibt keine Sensoren im Brett; man spielt rein virtuell auf dem Schirm.
- KONTRASTREGELUNG:
Der Anzeige-Kontrast kann reguliert werden, indem Sie die Regulierungskontrolle auf der Rückseite des Gerätes benutzen. Drehen Sie den Knopf, um den Kontrast zu erhöhen oder zu erniedrigen. Man benutzt dies, um den Kontrast der Anzeige gemäss der Batterienkapazität auszugleichen oder gemäss des Blickwinkels.
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Kontrastregelung
Die Spielstärke
(oder das Fehlen derselben)
Der Vtech Chess Master ist legendär für seine spielerischen Defizite. In Sammlerkreisen wird er oft humorvoll in "Deep Depp"-Turnieren (für Computer unter 1300 Elo) eingesetzt.
Spielniveau
Der Vtech Chess Master besitzt zwei Spiellevel und einen Monitormodus zur Eingabe von Zügen. Beide reagieren fast augenblicklich, was zeigt, dass der Computer kaum "nachdenkt", sondern eher nur nach legalen Zügen sucht. Er beherrscht die Rochade und en Passant, aber keine Remisregeln. Das Spiel endet nicht mit Matt, sondern erst nach Schlagen des Königs.
Auszug aus der Anleitung:
- 3 SPIELE IN EINEM:
CHESS MASTER gibt Ihnen 3 Spielfähigkeitsgrade. Sie können Spielfähigkeitsgrad SCHWER (L 1) oder Spielfähigkeitsgrad SCHWERER (L2) gegen den Computer spielen. Oder Sie können gegen eine andere Person spielen (MA).
Regellücken
Das Programm beherrscht zwar Grundzüge wie die Rochade und En Passant, aber es gibt Berichte, dass er keine Remis-Regeln kennt. In manchen Versionen endet das Spiel sogar erst, wenn der König physisch geschlagen wird, anstatt bei "Schachmatt".
Fehlende Funktionen
Er bietet keine Möglichkeit, Züge zurückzunehmen – ein Standardfeature bei fast allen anderen Geräten dieser Zeit.
Fazit
Ein Kuriosum für Sammler
Der Vtech Chess Master ist kein Gerät, mit dem man ernsthaft Schach trainieren sollte. Er ist jedoch ein faszinierendes Beispiel dafür, wie weit man die Hardware abspecken konnte, um ein "Schachprogramm" zum kleinstmöglichen Preis anzubieten. Für Sammler ist er ein Muss, gerade weil er so herrlich schlecht spielt.
Bilder
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Copyright Michael Watters - Chess Computer UK
Partiebeispiel
