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CXG Sphinx 40: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Spielstärke und Spielverhalten ===
=== Spielstärke und Spielverhalten ===


Das Programm der Sphinx 40/50, von [[David Levy]] und [[Mark Taylor]] geschrieben, war selektiv und positionell orientiert. Es agierte vorsichtig und baute errungene Vorteile systematisch aus. Schwächen zeigten sich vor allem in der Eröffnung und in komplexen Endspielen, spielte insgesamt aber solide genug für Hobbyspieler. Die Spielstärke lag etwa auf dem Niveau eines guten Vereinsspielers.
Das Programm der Sphinx 40/50, von [[David Levy]] und [[Mark Taylor]] geschrieben, war selektiv und positionell orientiert. Es agierte vorsichtig und baute errungene Vorteile systematisch aus. Schwächen zeigten sich vor allem in der Eröffnung und in komplexen Endspielen, spielte insgesamt aber solide genug für Hobbyspieler. Die Spielstärke lag mit etwa 1700 Elo auf dem Niveau eines guten Vereinsspielers.


=== Stärken und Schwächen ===
=== Stärken und Schwächen ===

Aktuelle Version vom 20. Januar 2026, 10:00 Uhr

CXG Sphinx 40
Hersteller CXG
Markteinführung 1987
CElo ca. 1700
Programmierer David Levy / Mark Taylor
Prozessor 68000
Prozessortyp 16 Bit
Takt 8 MHz
RAM 256 KB
ROM 16 KB
Bibliothek 19.600 Halbzüge
Einführungspreis 998 DM (500 €)
Rechentiefe 21 Halbzüge
BT-2450
BT-2630
Colditz 1701
Verwandt CXG Sphinx 50
Zugeingabe Magnetsensoren
Zugausgabe 64 Feld-LEDs
Display 2x 7-Segment LC-Display
Stromversorgung Netz = 9V= / 1.5A
Spielstufen 17 (16 feste + 1 (Level 17) flexibel einstellbare)
Maße 32 x 32 cm / Feldgröße 40 mm
Sonstiges
Stellungsspeicher, "what if - was wäre, wenn" - Funktion, 2 Displays

Ein Schachcomputer aus der Spätphase

Der CXG Sphinx 40/50 war ein dedizierter Schachcomputer, der 1987 von Newcrest Technology Ltd. (CXG) aus Hongkong vorgestellt wurde. Das Gerät war in 2 Ausführungen verfügbar.

Die technische Ausstattung war identisch, einzig die Brettgröße zeigte Unterschiede.

  • Sphinx 40 - Brettgröße 32 x 32 cm / Feldgröße 40 mm
  • Sphinx 50 - Brettgröße 40 x 40 cm / Feldgröße 50 mm

CXG galt in den 1980er und frühen 1990er Jahren als zweitgrößter Hersteller von Schachcomputern weltweit. Das Unternehmen war vor allem für preisgünstige Massenware bekannt, wollte mit der Sphinx-Reihe aber auch technisch stärker positionierte Geräte für fortgeschrittene Spieler anbieten.

Firmenhintergrund

Newcrest Technology (CXG), war zwischen etwa 1981 und 1993 als Hersteller von Schachcomputern aktiv. Viele Geräte entstanden als OEM-Produkte für internationale Marken wie RadioShack, Schneider oder Fidelity, Sphinx 40/50 wurden aber unter der eigenen Marke "CXG" vertrieben. Die Sphinx-Serie wurde ab 1987 eingeführt, um anspruchsvollere Schachcomputer anzubieten.

Aussehen, Aufbau und Verarbeitung

Die Sphinx 40/50 war kompakt gebaut und verfügte über ein Doppel-LCD-Display sowie ein Frontfeld mit Funktionstasten zur Figuren- und Kommandosteuerung. Das Gehäuse wirkte insgesamt robust, aber in Details leicht grobschlächtig. Das Schachbrett war etwas größer als bei Vorgängermodellen, während die Tastatur mit 20 Gummidruckknöpfen und die Displays als klein wahrgenommen wurden. Positiv hervorzuheben waren die in Indien gefertigten Schachfiguren, die als besonders ansprechend galten.

Ein Schwachpunkt war die Schublade: Sie konnte bei unsachgemäßer Handhabung beschädigt werden und der Boden des Geräts bestand aus starker Pappe, was die Stabilität einschränkte. Insgesamt bot das Gerät jedoch eine solide Verarbeitung, die für den Heimgebrauch ausreichend war.

Technische Ausstattung

Die Sphinx 40/50 arbeitete mit einem Motorola-68000-Prozessor bei 8 MHz, einer für die damalige Zeit leistungsfähigen 16-Bit-Architektur. Sie verfügte über ein umfangreiches Eröffnungsbuch von 19.600 Halbzügen und konnte Stellungen speichern und wieder abrufen. Über sechs Symboltasten konnten Figuren eingegeben und Stellungen kontrolliert werden, während zusätzliche Funktionstasten Analyse, Variantenvergleich und Auswahl von Spielstilen ermöglichten. Insgesamt standen neun Spielstile zur Verfügung, von äußerst defensiv bis sehr aggressiv.

Funktionen und Spielbetrieb

Die Sphinx 40/50 bot mehrere Betriebsmodi:

  • Level-Modus (L): 16 Spielstufen plus eine Stufe mit frei wählbaren Zeitkontrollen.
  • Problem-Modus (P): Lösen von Mattaufgaben anhand vorgegebener Halbzüge.
  • User-Modus (U): Zwei Spieler ohne Einfluss durch den Computer.

Die Zeitkontrolle war flexibel einstellbar, einschließlich klassischer Partien, Blitzpartien und „Allegro-Schluss-Partien“ mit kombinierten Zeitkontrollen. Unterbrochene Partien konnten dank einer Lithium-Batterie gespeichert werden.

Besondere Funktionen wie die Analyse (ANALY) und die „W.I.“-Funktion („What if…?“) zeigten die vom Programm erwarteten Zugfolgen und bewerteten Varianten, was einen tiefen Einblick in den Rechenvorgang erlaubte.

Spielstärke und Spielverhalten

Das Programm der Sphinx 40/50, von David Levy und Mark Taylor geschrieben, war selektiv und positionell orientiert. Es agierte vorsichtig und baute errungene Vorteile systematisch aus. Schwächen zeigten sich vor allem in der Eröffnung und in komplexen Endspielen, spielte insgesamt aber solide genug für Hobbyspieler. Die Spielstärke lag mit etwa 1700 Elo auf dem Niveau eines guten Vereinsspielers.

Stärken und Schwächen

Die Sphinx 40/50 überzeugte durch ihr attraktives Design, die hochwertigen Schachfiguren und die Möglichkeit, Partien zu speichern. Das Gerät bot ein umfangreiches Repertoire an Zuganalysen und Variantenbewertungen, flexible Zeitsteuerung und wählbare Spielstile. Die Bedienung war durch die Symboltasten einfach und ermöglichte einen unkomplizierten Stellungsaufbau.

Schwächen lagen vor allem im mechanischen Bereich: Die Schublade war empfindlich und das Gehäuse wirkte in Details etwas grobschlächtig. Die Displays waren klein, ein Zugzähler fehlte, und geschlagene Figuren oder zurückgenommene Züge wurden nicht angezeigt. Außerdem konnte im User-Modus die Einhaltung der Zeitkontrollen nicht überwacht werden. In puncto Spielstärke konnte die Sphinx 40/50 nicht mit den Spitzengeräten der Zeit konkurrieren.

Historische Bedeutung

Die Sphinx 40/50 stand für den Höhepunkt von CXGs Bemühungen, sich im oberen Segment klassischer Schachcomputer zu positionieren. Anfang der 1990er Jahre verschwand die Marke CXG aufgrund des wachsenden Einflusses leistungsfähiger PC-Schachprogramme vom Markt. Die Sphinx-Modelle blieben jedoch als Beispiel der letzten Generation dedizierter Schachhardware erhalten und sind heute Sammlerstücke für Liebhaber klassischer Schachcomputer.

Weitere Infos

Spielstufen

Level Zeit pro Zug
1 5 Sekunden
2 10 Sekunden
3 15 Sekunden
4 20 Sekunden
5 30 Sekunden
6 45 Sekunden
7 1 Minute
8 1 Minute 15 Sekunden
9 1 Minute 30 Sekunden
10 1 Minute 45 Sekunden
11 2 Minuten
12 2 Minuten 15 Sekunden
13 2 Minuten 30 Sekunden
14 2 Minuten 45 Sekunden
15 3 Minuten 5 Sekunden
16 3 Minuten 45 Sekunden
17 frei konfigurierbar

Spielstile

    • 1 - äußerst passiv
    • 2 - sehr passiv
    • 3 - sehr zurückhaltend
    • 4 - etwas zurückhaltend
    • 5 - normal (Grundeinstellung)
    • 6 - leicht aggressiv
    • 7 - ziemlich aggressiv
    • 8 - sehr aggressiv
    • 9 - äußerst aggressiv

"what if - Was wäre, wenn..." (Auszug aus der Anleitung)

Wenn der Computer einen Zug gemacht hat, dann wundern Sie sich vielleicht, warum gerade diesen und warum er die anderen Alternativen ausgeschlagen hat. Der Computer wird es Ihnen zeigen, wenn Sie auf W.I. drücken ( "what if" - was wäre, wenn).

Jetzt können Sie in der Anzeige die Spielanalyse wie im letzten Kapitel beobachten. Zuerst sehen Sie wieder eine Stellungsbewertung in zehntel-Bauerneinheiten: mehrmaliges Betatigen von FW zeigt die weitere Entwicklung. Nachdem der Computer diese Reihe von Zügen angezeigt hat und keinen weiteren anzeigt, können Sie durch Drücken auf W.I. die - Entwicklung des Spieles nach einem Alternativzug sehen.

Sie können mit FW beobachten, wie sich das Spiel danach voraussichtlich entwickeln könnte. Mit BW können Sie diese Entwicklung wieder zurückverfolgen. Wenn Sie wieder bei dem Ausgangszug angelangt sind, können Sie mit W.I. eine weitere Alternative sehen.

W.I. kann an jeder Stelle der Analyse darüber Auskunft geben, welcher Zug und welche nachfolgende Sequenz alternativ zu der tatsächlich gespielten möglich wäre.

Die Analyse verschwindet aus der Anzeige, wenn Sie einen Zug machen oder dem Computer ein anderes Kommando' geben.

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