Maestro Schachprofessor: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| Zeile 71: | Zeile 71: | ||
== Weitere Infos == | == Weitere Infos == | ||
Das Gerät | Das Gerät richtete sich mit Trainings- und Lehrfunktionen speziell an Anfänger und wird im Artikel '''"[[Schachtrainer]]"''' unter diesem Gesichtspunkt genauer betrachtet und mit anderen Geräten verglichen. | ||
Kapitel "[[Schachtrainer#Maestro Schachprofessor (1998)|Maestro Schachprofessor (1998)]]" aus dem Artikel: | Kapitel "[[Schachtrainer#Maestro Schachprofessor (1998)|Maestro Schachprofessor (1998)]]" aus dem Artikel: | ||
Aktuelle Version vom 23. Januar 2026, 17:00 Uhr
| Maestro Schachprofessor | ||
|---|---|---|
| Hersteller | Stadlbauer | |
| Markteinführung | 1995 | |
| CElo | 1379 | |
| Programmierer | van Riet Paap, Eric | |
| Prozessor | M38002M2 | |
| Prozessortyp | 8 Bit | |
| Takt | 4,91 MHz | |
| RAM | 384 Byte | |
| ROM | 8 KB | |
| Bibliothek | 500 Positionen | |
| Einführungspreis | 249 DM | |
| Rechentiefe | ||
| BT-2450 | ||
| BT-2630 | ||
| Colditz | ||
| Verwandt | Millennium Schachschule 2000 | |
| Zugeingabe | Drucksensoren | |
| Zugausgabe | 16 Rand LEDs, Sprachausgabe | |
| Display | --- | |
| Stromversorgung | Batterie = 4 x AAA, Netz = 9V DC + innen z.B. HGN 5001 | |
| Spielstufen | 7 | |
| Maße | 26,5 x 22 x 2,1 cm Spielfeld = 19,5 x 19,5 cm | |
| Sonstiges | ||
| Zugzurücknahme von 8 Halbzügen, Spielstandsspeicher, Lernfunktionen, beherrscht Remis-Regeln und Matt mit D, T und 2xL, keine Unterverwandlung
Im Schachcomputer.info Forum finden sich weitere Informationen zur Herkunft und Spielstärke dieses Geräts. | ||
Ein Schachtrainer für Einsteiger
Der Maestro Schachprofessor ist ein elektronischer Schachcomputer, der in den Mitte der 1990er Jahre von der österreichischen Spielwarenfirma Stadlbauer auf den Markt gebracht wurde. Es handelt sich um ein bemerkenswertes, wenn auch kommerziell nur mäßig erfolgreiches Modell, das speziell als Schachtrainer für Kinder und Anfänger entwickelt wurde.
Hersteller und Hintergrund
Stadlbauer, ein Familienunternehmen aus Salzburg, bekannt für Spielwaren und Lizenzprodukte, wagte mit dem Maestro Schachprofessor 1995/1996 einen Ausflug in die Welt der Schachcomputer — bislang der einzige dieser Art im Portfolio des Unternehmens. Die Idee hinter dem Gerät war weniger ein Konkurrenzprodukt zu den damals etablierten Turnier- oder Profi-Schachcomputern, sondern vielmehr ein didaktisch ausgelegter Trainer, der vor allem jungen Spielern hilft, die Grundlagen des Schachsystems zu erlernen.
Technische Entwicklung & Konzept
Software: Entwickelt wurde die Schach-Software von Eric van Riet Paap, einem bekannten Programmierer der Szene, der zuvor unter anderem für Mephisto-Modelle gearbeitet hatte.
Konzept: Das didaktische Gesamtkonzept stammt von Ossi Weiner, einer bekannten Persönlichkeit der Schachcomputer-Entwicklung.
Zielgruppe: Empfohlen wird der Schachtrainer für Kinder ab etwa 7 Jahren und andere Anfänger.
Das Gerät besitzt grundlegende Schachfunktionen, aber vor allem eine interaktive Lehr- und Sprachfunktion sowie Übungen, die Schritt für Schritt das Verständnis für Figurenbewegungen, Eröffnungen und Schachtaktiken verbessern sollen.
Besondere Merkmale
Sprachausgabe
Beim Start begrüßt der Maestro Schachprofessor den Spieler freundlich und fordert zum Spiel auf. Während der Partie werden alle Züge – sowohl des Users als auch des Computers – akustisch angesagt. Hierbei hat sich allerdings ein bekannter Sprachfehler eingeschlichen: Die „B-Linie“ wird fälschlicherweise als „D-Linie“ angesagt, was für leichte Verwirrung sorgen kann.
Lehrbuch und Übungsaufgaben
Ein umfangreiches, speziell für den Computer konzipiertes Lehrbuch gehörte zum Lieferumfang. Es wurde mit einer Empfehlung des Deutschen Schachbundes versehen und führt Schritt für Schritt durch Regeln, Figureneigenschaften und typische Situationen – inklusive zahlreichen Übungen direkt über das Spielfeld abrufbar.
Benutzerfreundlichkeit
Die Bedienung des Schachcomputers wirkt intuitiv aufgebaut, und die Eröffnungsbibliothek reicht häufig tiefer als bei manchen teureren Geräten.
Spielstärke und Beurteilung
Nach verschiedenen Einschätzungen bewegt sich die Spielstärke des Maestro Schachprofessor bei etwa ELO-Werten zwischen 1370 und 1500, was typischen Einsteiger- und Freizeitspielern entspricht. Im Vergleich zu spezialisierten Schachcomputern bietet er weniger taktische Tiefe, aber einen hohen pädagogischen Wert durch seine Audio-Funktionen und Lernhilfen. Dadurch eignet er sich vor allem für Anfänger und junge Spieler, weniger für erfahrene Schachenthusiasten. Markterfolg und Vermächtnis Obwohl das Gerät didaktisch interessant ist und von der Idee her innovativ wirkte, blieb der kommerzielle Erfolg begrenzt. Bereits Ende 1996 wurde das Modell wieder eingestellt, sodass der Maestro Schachprofessor das einzige Schachcomputer-Projekt von Stadlbauer blieb. Er gilt heute als kurioses Sekunde pro Zug für die Bemühungen eines Spielwarenherstellers, Einsteigern den Zugang zum Schachspiel zu erleichtern – und als Teil der Geschichte der Schachcomputer, die mehr waren als reine Gegner im Spiel, nämlich pädagogische Werkzeuge.
Weitere Infos
Das Gerät richtete sich mit Trainings- und Lehrfunktionen speziell an Anfänger und wird im Artikel "Schachtrainer" unter diesem Gesichtspunkt genauer betrachtet und mit anderen Geräten verglichen.
Kapitel "Maestro Schachprofessor (1998)" aus dem Artikel:
Ein Schachcomputer für die junge Generation ab 7 Jahren, so wird der Maestro Schachprofessor im Begleitheft beworben. Ähnlich dem Kishon Chesster erfolgt eine Begrüßung beim Start mit "Hey Du, wie wärs mit einem Spiel?" Danach werden alle Züge in Form der Koordinaten angesagt. Die Sprachausgabe ist gut und deutlich, allerdings hat sich ein Sprachfehler eingeschlichen. Der Schachprofessor beherrscht kein "B", stattdessen werden Züge in der B-Linie mit "D" angesagt, was für Verwirrung sorgen kann. Wie es sich für einen guten Lehrmeister gehört, erfolgen Lob und Tadel per Sprachausgabe z.B. "gut gemacht" oder "Bravo". Gerade für Lernende ein zusätzlicher Motivationsfaktor. Das beigefügte Lehrbuch (mit Empfehlung des Deutschen Schachbunds) ist didaktisch sehr gut aufgebaut. Jede Figur wird einzeln vorgestellt mit ihren Eigenarten und Charakteristiken. Dazu enthält jedes Kapitel entsprechende Merkregeln und Übungsaufgaben. Diese sind direkt über die Spielfelder anwählbar und steigern sich langsam im Schwierigkeitsgrad. Die Bedienung ist insgesamt sehr intuitiv und logisch aufgebaut. Die Eröffnungsbibliothek reicht oft tiefer als jene teurerer Geräte.
Fazit: Ein idealer Schachcomputer für Anfänger. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche.
Sekunde pro Zugaufgabe Springerspiel vom Maestro Schachprofessor - Stufe B1:
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
Ziel ist es, einen Bauern umzuwandeln.
In höheren Stufen erhält die schwarze Seite jeweils einen Bauern zusätzlich bis Stufe B8.
Spielstufen
| Spielstufe | Bedenkzeit |
|---|---|
| Stufe H1 | ~ 1 Sekunde pro Zug |
| Stufe H2 | ~ 3 Sekunde pro Zug |
| Stufe H3 | ~ 5 Sekunde pro Zug |
| Stufe H4 | ~ 10 Sekunde pro Zug |
| Stufe H5 | ~ 15 Sekunde pro Zug |
| Stufe H6 | ~ 30 Sekunde pro Zug |
| Stufe H7 | ~ 60 Sekunde pro Zug |
