Fidelity Excel 68000

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Fidelity Excel 68000
Hersteller Fidelity Jahr: 1987
Elo 1857 Preis 850 DM (425 €)
Programmierer Spracklen, Dan & Kate BT-2450
Prozessor 68000 BT-2630
Prozessortyp 16 Bit Colditz
Takt 12 MHz Rechentiefe 24 Halbzüge
RAM 16 KB Display 4-stellige 7-Segment Anzeige
ROM 64 KB Zugeingabe Drucksensoren
Bibliothek 16.000 Halbzüge Zugausgabe 64 Feld-LEDs
Spielstufen 33
Maße 28 x 26 x 6,25 cm; Spielfeld = 20 x 20 cm
Stromversorgung   Batterie = 4 x C, Netz = z.B. HGN 5001
Verwandt Fidelity Excel 68000 Mach II
Sonstiges
Fidelity Model-Number: 6094 (silberne Schriftzüge "Chess Challenger" bzw. "Fidelity Electronics")



Level Infobox
30 Sek / Zug 30 Min / Partie 60 Sek / Zug 60 Min / Partie Turnier Analyse
A4 B5 A5 B6 A7 C1-F8
Excel 68000.jpg


Infos
Der Excel 68000 war der erste Micro-Schachcomputer, der Hash-Tables einsetzte, um die Suche zu beschleunigen. Weiterhin war er der erste Schachcomputer im Sortiment der Fa. Fidelity, der mit einem 68000-Prozessor ausgestattet war. Allerdings zeigte der Excel im Vergleich zu seinem Vorgänger Par Excellence nur einen sehr geringen Spielstärkezuwachs, der wohl zum einen in der mangelhaften Portierung des Spracklen-Programms auf den 68000 begründet war und zum anderen waren die Hash-Tables mit <16KB noch sehr klein. Erst der Nachfolger Mach II konnte hier deutlich zulegen.


Aber trotzdem zeigten die Hash-Tables besonders im Endspiel Wirkung. Mit der folgenden Stellung wurde der Excel 68000 beworben:


8/k7/3p4/p2P1p2/P2P1P2/8/8/K7 w - -




Laut Fidelity findet der Excel 68000 den Gewinnzug Kb1! in weniger als einer Minute und kommt in weniger als 4 Minuten auf eine Suchtiefe von 23 Halbzügen! Andere kommerzielle Micros der damaligen Zeit sollten dafür angeblich Jahre brauchen! (hat das jemand getestet?)



In der Zeitschrift "Modul" konnte man aber auch einige Kuriositäten bezüglich des Excel 68000 erfahren. Die folgende Stellung konnte er z. B. nicht lösen:


8/1k6/8/p7/PP6/2K5/8/8 w - -




Hier führt nur 1.b5! zum Erfolg. Der o. g. Vorgänger Par Excellence wußte dies bereits, während der Excel 68000 und viele andere damalige Micros (wie z. B. Mephisto Dallas 68000, Mephisto MM IV, Novag Constellation Forte B usw.) auf 1.bxa5 hereinfielen.

Aber: Der Excel 68000 beherrschte damals als erster Micro das "Falsche-Läufer-Endspiel", was dazu führte, daß er die Lösung plötzlich fand, wenn man einen schwarzfeldrigen Läufer (z. B. auf e3) hinzufügte!



Mattsetzen mit Läufer und Springer klappte auch nicht ohne Haken und Ösen:


5k2/5N2/5K2/5B2/8/8/8/8 w - -




Der Excel spielt hier ganz korrekt 1.Lh7! und beherrscht die Mattführung problemlos. Anders jedoch, wenn man die Farben vertauscht (also W:Kf8; S:Kf6, Lf5, Sf7) und ihn das gleiche mit den schwarzen Figuren versuchen läßt! Hier spielt er nämlich Züge wie 1.-Ld7? oder 1.-Sd6? und versucht krampfhaft, den König im falschen Eck zu halten!! (das obige "Falsche-Läufer-Endspiel" klappt übrigens mit vertauschten Farben!)