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Mephisto Monte Carlo

aus Schachcomputer.info Wiki, der freien Schachcomputer-Wissensdatenbank
Mephisto Monte Carlo
Hersteller Hegener + Glaser
Markteinführung 1987
CElo ~ 1800
Programmierer Morsch, Frans
Prozessor 65C02
Prozessortyp 8 Bit
Takt 4 MHz
RAM 8 KB
ROM 32 KB
Bibliothek 500 Varianten (Prospekt) /

6.908 Halbzüge in 1.015 Varianten (ausgelesen)

Einführungspreis 798 DM
Rechentiefe 16 Halbzüge
BT-2450 1708
BT-2630 1891
Colditz
Verwandt Mephisto Super Mondial
Zugeingabe Magnetsensoren
Zugausgabe 64 Feld-LEDs
Display 2 x 4-stellige 7-Segment Anzeige
Stromversorgung Batterie = 4x AA-Zellen, Netz = HGN 5001
Spielstufen 39 + Analyse + 8 x Mattsuche
Maße 31,5 x 38 x 3,5 cm; Spielfeld = 26,5 x 26,5 cm
Sonstiges
Soll der Computer mit Weiss beginnen, so muss wie beim Super Mondial mit den weissen Steinen von "oben" gespielt werden!
Level Info
Bedenkzeit Level
30 Sek. / Zug C3
30 Min. / Partie A6
60 Sek. / Zug C4
60 Min. / Partie A8
Turnier B5
Analyse C8

Mephisto Monte Carlo war ein Schachcomputer des deutschen Herstellers Hegener + Glaser und gehörte zur sogenannten mittleren Produktklasse des Unternehmens. Das Gerät wurde 1987 eingeführt und schloss eine bis dahin bestehende Lücke im Sortiment: Es positionierte sich preislich zwischen einfacheren Modellen und den hochwertigen Spitzenprodukten und wies zudem eine Brettgröße auf, die zwischen den Modellen Mephisto Modular und Mephisto Exclusive lag.

Technisch basierte der Mephisto Monte Carlo weitgehend auf dem zuvor erschienenen Mephisto Super Mondial. Er übernahm dessen Gehäuseform, Programm, Elektronik, Taktfrequenz sowie die Bedienlogik. Auch die zwei LC-Displays des Typs „Multi-Info“, die umfangreiche Spiel- und Statusinformation enanzeigen konnten, entsprachen denen des kleineren Schwestermodells. Die Displays wurden trotz der größeren Bauform unverändert übernommen.

Im Unterschied zum Super Mondial verfügte der Monte Carlo über ein größeres Holzbrett mit Reed-Kontakten und LED-Anzeige in den einzelnen Feldern, was die Bedienung erleichterte. Die Bedienfelder bestanden aus länglichen Drucktasten anstelle von Folientasten. Kritik gab es vereinzelt an der Beschriftung dieser Tasten sowie an der Farbgebung der Spielfelder, deren helle Felder einen leicht rosafarbenen Ton aufwiesen. Auch die Verarbeitungsqualität wurde im Vergleich zu höherpreisigen Modellen wie Exclusive oder München als einfacher eingestuft.

Die Spielstärke entsprach der des Super Mondial und wurde zeitgenössisch der oberen Mittelklasse zugeordnet. Das Programm zeigte typische Schwächen selektiv begrenzter Rechentiefen, insbesondere in taktisch scharfen Stellungen und bei Königsangriffen. Dennoch galt das Spielverhalten insgesamt als ausgewogen und für ambitionierte Hobbyspieler geeignet.

Der empfohlene Verkaufspreis lag bei rund 800 DM, womit der Mephisto Monte Carlo im unteren Bereich der Mittelklasse angesiedelt war. Das Modell wird heute nicht mehr produziert und gilt als typischer Vertreter der Schachcomputer-Generation der späten 1980er-Jahre.

Eröffnungsbuch

Im Schachcomputer.info Forum veröffentlichte Carsten "DarkStar" folgende Informationen:

Monte Carlo (eingebautes Eröffnungsbuch - ausgelesen)

  • 6908 Halbzüge in 1015 Varianten
  • längste Variante: 34 Halbzüge
  • Die Eröffnungsbibliothek des Monte Carlo (V1.2 und V1.3) ist 100% identisch mit dem des Mephisto Super Mondial (V 1b).

Monte Carlo Variantenbaum (internes Eröffnungsbuch)

Mephisto Monte Carlo Opening Book Variation - Copyright Carsten Meyer


Infos

  • Meldet sich nach dem Einschalten mit "00.00 PLAY"
  • Verfügt über eine programmierbare Eröffnungsbibliothek (bis 2800 Halbzüge)
  • Findet Nebenlösungen in den Mattsuchstufen
  • Die weißen Felder sind auflackiert
  • Batterien halten ca. 30-35 h, Akkubetrieb ist nicht empfehlenswert, die Spannung ist zu gering
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