Mephisto Milano Pro: Unterschied zwischen den Versionen

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| Titel = Mephisto Milano Pro
 
| Titel = Mephisto Milano Pro
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© [https://www.flickr.com/photos/harumpel/sets/ Theodor Heinze]
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| Preis = 170€
 
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| Bibliothek = 50.000 [[Halbzüge]]
| Programmierer = [[Frans Morsch]]
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| Colditz = -
 
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| Zugeingabe = [[Drucksensoren]]
 
| Zugeingabe = [[Drucksensoren]]
| Zugausgabe = 16 Rand-LEDs
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| Zugausgabe = LC-Display und 16 Rand-LEDs
 
| Display = 48-Segment LCD
 
| Display = 48-Segment LCD
 
| Stromversorgung = [[HGN 5009]]  Batterie = 6x AA
 
| Stromversorgung = [[HGN 5009]]  Batterie = 6x AA
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| Maße = 34 x 26 x 2,4 cm / Königshöhe 4,8 cm / Brett 19,5 cm / Feld 2,5 cm
 
| Maße = 34 x 26 x 2,4 cm / Königshöhe 4,8 cm / Brett 19,5 cm / Feld 2,5 cm
 
| Sonstiges = Lehrfunktion, Stellungsbewertung, Zugvorschläge, Handicapstufen, Partiespeicher
 
| Sonstiges = Lehrfunktion, Stellungsbewertung, Zugvorschläge, Handicapstufen, Partiespeicher
| Infos = Handicapstufen funktionieren nicht  
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| Infos = Der Milano Pro war 1997 bis zum Erscheinen des [[Mephisto Atlanta]] das Spitzengerät im Programm von Mephisto. Die Spielstärke kann sich durchaus mit den Top-Produkten der Konkurrenz messen und die Ausstattung ist traditionell gut. Das Programm ist ein Vorläufer des [[Mephisto Atlanta]], muss allerdings ohne [[Hash Tables]] auskommen, weiterhin wurden offenbar mit dem [[Mephisto Atlanta]] diverse [[Bugs]] behoben und die Endspielkenntnisse erweitert. Ärgerliche Bugs beim [[Null Move]]-Pruning und Pondern führen gelegentlich zu kurzzügigen Figurenverlusten, nach einer Bauernumwandlung stellt er schon mal einzügig die Dame ein. Nichtsdestotrotz ist der Milano Pro ein taktisch starker Gegner, der, wenn's gut läuft, auch wesentlich stärkere Gegner zu schlagen in der Lage ist. Was die angesprochenen [[Bugs]] betrifft, so "leidet" der Milano Pro zwar nicht unter dem "H8 Bug", dafür erfüllen die Handicapstufen allerdings nicht ihren Zweck und führen nicht zur beabsichtigten Spielstärkereduzierung (nicht zu verwechseln mit dem "Funlevel-Bug"). Eine allerdings eher ungewollte Schwächung kommt oft dann zum tragen, wenn man vergisst, vor einer neuen Partie die Energiesparoption zu überprüfen. Der Milano Pro verfügt über eine gutgemeinte mehrstufige Energiespareinstellung (>PS:0 bis PS:3< PS steht für '''P'''ower'''S'''ave), die für den Batteriebetrieb gedacht ist, hierbei wird die Prozessorleistung reduziert und führt damit zu einer längeren Betriebsdauer. Leider startet der Milano Pro, nachdem er eine gewisse Zeit ausgeschaltet war, mit der Grundeinstellung PS:2, spielt also nicht mit voller Leistung, von daher empfiehlt es sich nach Unterbrechungen, diese Einstellung zu überprüfen, um sicher zu gehen, dass das Gerät auch mit der stärksten Einstellung spielt.
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== Italienische Eleganz? ==
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'' (Günter Rehburg aus Computer Schach & Spiele / Heft 6 / Dezember 1996)''
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Doch, doch — durchaus, nur schon etwas abgetragen. Genau gesagt, der Milano Pro bietet mit 34 cm x 26 cm die gleichen Längen- und Breitenmaße wie sein Vorgänger. In der Höhe wurden 11 mm eingespart. So verbleiben hier lediglich 24 mm, die dem Laptopgerät eine verbesserte Handlichkeit und zusätzliche Eleganz verleihen. Für das Spielbrett bleiben 20 x 20 cm, die dem geübten Anwender eine hinreichende Übersichtlichkeit gewähren. Drucksensoren und Seitendioden sind kein wesentlicher Grund, die Spielfreude des geübten Brettcomputerspielers einzuschränken.
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Das 48-Segment-Display kommt trotz guter Ablesbarkeit einem technischen Rückschritt gleich. Sicher, der Platz im Gehäuse ist stark eingeschränkt, aber schon das Vorläufermodell war mit einer 32stelligen Punkt-matrixanzeige ausgestattet. Welchen Nutzen soll eine verbesserte Ablesbarkeit besitzen, wenn es — etwas übertrieben ausgedrückt — kaum etwas abzulesen gibt. Bei der Nutzung der unterhalb des Displays aufzufindenden 17 Funktionstasten braucht der künftige Milano Pro-Besitzer kein unnötiges Hirnschmalz zu verbraten. Ihre Anordnung ist übersichtlich und logisch — die leicht verständliche Bedienungsanleitung tut ein Übriges. Wie das Vorläufermodell ist der Milano Pro mit einem Stellungsspeicher und wahlweise für den Netz-und Batteriebetrieb ausgerüstet.
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Der von Hitachi hergestellte 32-Bit-Prozessor „H 7000" ist eine Weiterentwicklung des zwischenzeitlich zu einiger Berühmtheit gelangten Single-Chips „H8". Er ist laut Herstellerangabe mit 20 MHz getaktet. 64 KByte ROM und 4 KByte RAM reißen heute niemanden mehr vom Hocker, zumal das Vorläufermodell einen um 100% umfangreicheren RAM-Speicher besaß.
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=== ...und das Programm? ===
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64 Spielstufen, Lösung von Mattproblemen bis zu 8 Zügen, Zugrücknahme bis zu 200 Zügen und eine Trainings- und Lehrfunktion zählen heute bei einem Gerät dieser Preisklasse zu den Selbstverständlichkeiten. Die 4 Zeiten-Schachuhr kann in die Countdown-Funktion umgeschaltet und, will man Wettkampfatmosphäre verbreiten, zusätzlich zum Ticken gebracht werden.
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Vom grundsätzlich eingestellten selektiven Spielstil aus besteht die Möglichkeit, in die „Brute-Force"-Berechnung zu wechseln, die in der Bedienungsanweisung sinnigerweise mit „Kraft-Algorithmus" bezeichnet wird. Diese Wortneuschöpfung ist offensichtlich eine Blüte der Übersetzung.
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36.000 Züge umfasst der Eröffnungsbereich. Sie haben die Wahl zwischen der normalen, der passiven, der aktiven und einer Turnier-Eröffnungsbibliothek.
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=== Jetzt heißt es „Kontra" sagen ===
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Das Pro, die Vorzüge des neuen Modells, sind abgehandelt. Jetzt gilt es, sich gegen die ausgewählte Gegnerschaft durchzusetzen.
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Das erste Kontra wurde gewonnen: In vier Kurzpartien (20 Sekunden je Zug) wurde der kleinere Programm-bruder MM VI mit 3:1 besiegt (siehe [[Mephisto_MM_VI#Es_darf_wieder_gek.C3.A4mpft_werden.21|Mephisto MM VI - Es darf wieder gekämpft werden!]]). Das vom gleichen Autor stammende PC-Programm Fritz2, zwischenzeitlich betagt, in der SSDF-Liste aber immerhin mit Elo 2138 (486/33 MHz) verzeichnet, war der zweite Gegner in zwei 30 Minuten-Aktivschachpartien. In der ersten schaffte es der Milano Pro, im Endspiel mit vier verbundenen Freibauern gegen eine Leichtfigur nur remis zu spielen. Schlimmer erging es dem Milano Pro in der zweiten Partie, die zur glatten Niederlage wurde.
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[Event "6/96-36 (Rehburg)"]
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[Site "CSS"]
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[Date "1996"]
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[Round "1"]
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[White "Fritz 2"]
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[Black "Milano Pro"]
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[Result "1-0"]
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[PlyCount "79"]
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1. d4 e6 2. c4 d5 3. Nf3 Nf6 4. Bg5 Be7 5. cxd5 exd5 6. e3 Nbd7 7. Bd3
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O-O 8. O-O b6 9. Nc3 c6 10. Rc1 Re8 11. Re1 a5 12. e4 dxe4 13. Bxe4 Nxe4 14.
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Nxe4 f6 15. Bf4 Bb4 16. Qb3+ Kh8 17. Nd6 Bxd6 18. Rxe8+ Qxe8 19. Bxd6 Bb7 20.
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Re1 Qh5 21. Re7 a4 22. Qe6 c5 23. Qxd7 Bxf3 24. gxf3 Qg6+ 25. Bg3 cxd4 26. Qxd4
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Qb1+ 27. Kg2 Qxa2 28. Qxb6 Qg8 29. Qc6 Qc8 30. Rc7 Qg8 31. Kh3 h6 32. Qd7 Kh7
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33. Kh4 Ra5 34. Bf4 h5 35. Qd3+ Kh8 36. Qg6 Qf8 37. Rf7 Qg8 38. Re7 Qf8 39. Re8
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Qxe8 40. Qxe8+ 1-0
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[Event "6/96-36 (Rehburg)"]
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[Site "CSS"]
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[Date "1996"]
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[Round "2"]
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[White "Milano Pro"]
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[Black "Fritz 2"]
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[Result "1/2-1/2"]
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[PlyCount "164"]
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1. d4 f5 2. g3 Nf6 3. Bg2 g6 4. Nf3 Bg7 5. O-O O-O 6. c4 d6 7. d5 c5 8.
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Nc3 Na6 9. Re1 Nc7 10. Bf4 a6 11. a4 b6 12. Rc1 Bb7 13. b3 b5 14. e3 h6 15. Ne2
 +
g5 16. Nxg5 hxg5 17. Bxg5 bxa4 18. bxa4 Rb8 19. Rb1 Ne4 20. Bxe4 fxe4 21. Rb3
 +
Qd7 22. Qb1 Rf5 23. Bxe7 Nxd5 24. Bxd6 Qxd6 25. Rxb7 Rxb7 26. Qxb7 Nb4 27. Qxe4
 +
Qd2 28. Rf1 Re5 29. Qg4 Qc2 30. a5 Qe4 31. Qc8+ Kh7 32. Qh3+ Kg8 33. Rd1 Qxc4
 +
34. Rd8+ Kf7 35. Qd7+ Kf6 36. Nf4 Qe4 37. Qd6+ Kf7 38. Qc7+ Re7 39. Qxc5 Re5
 +
40. Qc7+ Re7 41. Qd6 Nc6 42. Qd5+ Qxd5 43. Rxd5 Re5 44. h4 Rxd5 45. Nxd5 Nxa5
 +
46. Nc7 Bf8 47. Nxa6 Ke6 48. Nc7+ Kf5 49. Kg2 Nc4 50. Nb5 Bg7 51. Kf3 Ne5+ 52.
 +
Ke2 Kg4 53. Nd4 Bf8 54. e4 Bc5 55. Nf5 Ba7 56. Nh6+ Kh5 57. Ng8 Nc6 58. Nf6+
 +
Kg6 59. Ng4 Nd4+ 60. Ke3 Nc6+ 61. Kf3 Bd4 62. Ke2 Kh5 63. f3 Bh8 64. Ne3 Be5
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65. f4 Bd4 66. Nf5 Kg4 67. Nxd4 Nxd4+ 68. Ke3 Nc6 69. Kf2 Ne7 70. Kg2 Ng8 71.
 +
f5 Nh6 72. f6 Nf7 73. Kh2 Kf3 74. e5 Nxe5 75. Kh3 Nf7 76. g4 Kf4 77. g5 Nh8 78.
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g6 Nxg6 79. f7 Nf8 80. h5 Kg5 81. h6 Kxh6 82. Kh4 Kg6 1/2-1/2
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Dennoch, es soll noch härteres Geschütz gegen unseren Testkandidaten aufgefahren werden. Die mit Elo 2196 in der SSDF-Liste zu Buche stehende Chess Machine Schröder 3.0, 512 K, 16 MHz soll dem Milano Pro in zwei Schnellpartien über 15 Minuten auf den Zahn fühlen. Kann das neue Programm gegen den „Oldtimer" noch einmal Kontra geben? Können kann er schon. Gewinnen konnte er allerdings nicht. Auch dieses Kurzgefecht ging mit 0,5:1,5 verloren.
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[Event "6/96-36 (Rehburg)"]
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[Site "CSS"]
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[Date "1996"]
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[Round "1"]
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[White "ChessMachine 16 MHz Schröder 3.0 "]
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[Black "Milano Pro"]
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[Result "1-0"]
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[PlyCount "117"]
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{6/96} 1. e4 c6 2. d3 d5 3. Nd2 dxe4 4. dxe4 e5 5. Ngf3 Bc5 6. Be2 Nd7 7. Nc4
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Qe7 8. Be3 Bxe3 9. fxe3 Ngf6 10. Nd6+ Kf8 11. O-O Ng4 12. Ng5 Ngf6 13. Ngxf7
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Rg8 14. Ng5 g6 15. Bc4 Kg7 16. Bxg8 Kxg8 17. Qd3 Kg7 18. Qa3 c5 19. Ngf7 b6 20.
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Rad1 a5 21. Rf2 Ba6 22. Qb3 h6 23. Rfd2 Rf8 24. Qa4 Nb8 25. c4 Rxf7 26. Nxf7
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Qxf7 27. Rd8 Qb7 28. R1d6 Qxe4 29. Rxb8 Qxe3+ 30. Kf1 Qf4+ 31. Ke1 Qe4+ 32. Kd2
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Qxg2+ 33. Kc1 Qf1+ 34. Qd1 Qxc4+ 35. Kb1 Qe4+ 36. Ka1 Be2 37. Qg1 g5 38. Rbxb6
 +
Ng8 39. Rxh6 g4 40. Qc1 Qf4 41. Rhg6+ Kf7 42. Qxf4+ exf4 43. Rgc6 Kg7 44. Rxc5
 +
Bf3 45. Rg5+ Kh7 46. Rxa5 g3 47. hxg3 fxg3 48. Ra7+ Kh8 49. Rg6 g2 50. Ra3 Kh7
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51. Rg5 Be4 52. b4 Nh6 53. b5 Bd5 54. Rd3 Be4 55. Rd7+ Kh8 56. b6 Nf5 57. b7
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g1=Q+ 58. Rxg1 Bxb7 59. Rxb7 1-0
 +
 
 +
[Event "6/96-36 (Rehburg)"]
 +
[Site "CSS"]
 +
[Date "1996"]
 +
[Round "2"]
 +
[White "Milano Pro"]
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[Black "ChessMachine 16 MHz Schröder 3.0"]
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[Result "1/2-1/2"]
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[PlyCount "150"]
 +
 
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1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 g6 5. c4 Bg7 6. Be3 Nf6 7. Nc3
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Ng4 8. Qxg4 Nxd4 9. Qd1 Ne6 10. Rc1 b6 11. Bd3 Bb7 12. b4 O-O 13. O-O Nd4 14.
 +
a3 d6 15. Bb1 Ne6 16. f4 Rc8 17. f5 Nc7 18. Qa4 Bxc3 19. Rxc3 Qe8 20. Qxa7 Nb5
 +
21. cxb5 Rxc3 22. Qxb6 Qa8 23. Bh6 Rfc8 24. Qd4 f6 25. Ba2+ d5 26. Bxd5+ Bxd5
 +
27. Qxd5+ Qxd5 28. exd5 Rxa3 29. d6 exd6 30. fxg6 hxg6 31. Rxf6 Kh7 32. Bf4 Rb8
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33. Rf7+ Kg8 34. Bxd6 Rxb5 35. Re7 Rd5 36. Bg3 Ra2 37. Be1 Kf8 38. Re3 Rg5 39.
 +
Rf3+ Ke8 40. Rf2 Ra3 41. Re2+ Kf7 42. Bh4 Rb5 43. Be7 Ra1+ 44. Kf2 Rf5+ 45. Kg3
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Ra3+ 46. Kg4 Ra4 47. h3 Rfa5 48. g3 Rf5 49. Re4 Rb5 50. Re3 Rba5 51. Re1 Rf5
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52. h4 Rb5 53. Re4 Rd5 54. Bg5 Ra7 55. Rf4+ Kg8 56. Rf6 Kg7 57. Rb6 Rd4+ 58.
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Bf4 Rd5 59. Rb8 Rad7 60. b5 Kf6 61. Bg5+ Kf7 62. h5 gxh5+ 63. Kxh5 Re7 64. Kg4
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Re6 65. Bf4 Rd7 66. b6 Re4 67. Kf5 Ree7 68. Bh6 Rd5+ 69. Kg4 Rb5 70. Bf4 Kf6
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71. Bd6 Rg7+ 72. Kf3 Kf5 73. g4+ Rxg4 74. Rf8+ Ke6 75. Kxg4 Rxb6 1/2-1/2
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=== Abschlussbewertung ===
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Das noch handlicher gewordene Laptop-Gehäuse lässt eine vielseitige Verwendung des Gerätes zu. So kann es in der Tat auch zum Reisebegleiter werden. Die Ausstattung entspricht dem heutigen Standard, das Display bedarf der Verbesserung.
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Im strategischen Bereich sind beispielsweise gegenüber Fritz drei spürbare Verbesserungen zu registrieren. Beinahe zwangsläufig scheint das Kombinations-vermögen darunter gelitten zu haben. Das Endspiel scheint keine weiteren Verbesserungen erfahren zu haben. Das bisherige, geringe Test- und Partienmaterial lässt noch keine endgültige Einstufung des Programms zu. Soviel kann aber gesagt werden: Der Milano Pro wird es nicht leicht haben, der vom Hersteller angepeilten Elo 2200-Einschätzung gerecht zu werden.
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Mit DM 498,- bietet der Milano Pro ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis.
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== Bilder - © [https://www.flickr.com/photos/harumpel/sets/ Theodor Heinze] ==
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Aktuelle Version vom 1. April 2019, 21:50 Uhr

Mephisto Milano Pro
Hersteller Saitek Jahr: 1996
Elo 2163 Preis 170€
Programmierer Morsch, Frans BT-2450 2126
Prozessor SH7034 BT-2630 2156
Prozessortyp 32 Bit Colditz -
Takt 20 MHz Rechentiefe 23 Halbzüge
RAM 4 KB Display 48-Segment LCD
ROM 64 KB Zugeingabe Drucksensoren
Bibliothek 50.000 Halbzüge Zugausgabe LC-Display und 16 Rand-LEDs
Spielstufen 64
Maße 34 x 26 x 2,4 cm / Königshöhe 4,8 cm / Brett 19,5 cm / Feld 2,5 cm
Stromversorgung   HGN 5009 Batterie = 6x AA
Verwandt Mephisto Master Chess, Pewatronic Master Chess, Mephisto Atlanta
Sonstiges
Lehrfunktion, Stellungsbewertung, Zugvorschläge, Handicapstufen, Partiespeicher


Mephisto Milano Pro Bild 6.jpg

© Theodor Heinze

Mephisto Milano Pro Bild 1.jpg

© Theodor Heinze


Infos
Der Milano Pro war 1997 bis zum Erscheinen des Mephisto Atlanta das Spitzengerät im Programm von Mephisto. Die Spielstärke kann sich durchaus mit den Top-Produkten der Konkurrenz messen und die Ausstattung ist traditionell gut. Das Programm ist ein Vorläufer des Mephisto Atlanta, muss allerdings ohne Hash Tables auskommen, weiterhin wurden offenbar mit dem Mephisto Atlanta diverse Bugs behoben und die Endspielkenntnisse erweitert. Ärgerliche Bugs beim Null Move-Pruning und Pondern führen gelegentlich zu kurzzügigen Figurenverlusten, nach einer Bauernumwandlung stellt er schon mal einzügig die Dame ein. Nichtsdestotrotz ist der Milano Pro ein taktisch starker Gegner, der, wenn's gut läuft, auch wesentlich stärkere Gegner zu schlagen in der Lage ist. Was die angesprochenen Bugs betrifft, so "leidet" der Milano Pro zwar nicht unter dem "H8 Bug", dafür erfüllen die Handicapstufen allerdings nicht ihren Zweck und führen nicht zur beabsichtigten Spielstärkereduzierung (nicht zu verwechseln mit dem "Funlevel-Bug"). Eine allerdings eher ungewollte Schwächung kommt oft dann zum tragen, wenn man vergisst, vor einer neuen Partie die Energiesparoption zu überprüfen. Der Milano Pro verfügt über eine gutgemeinte mehrstufige Energiespareinstellung (>PS:0 bis PS:3< PS steht für PowerSave), die für den Batteriebetrieb gedacht ist, hierbei wird die Prozessorleistung reduziert und führt damit zu einer längeren Betriebsdauer. Leider startet der Milano Pro, nachdem er eine gewisse Zeit ausgeschaltet war, mit der Grundeinstellung PS:2, spielt also nicht mit voller Leistung, von daher empfiehlt es sich nach Unterbrechungen, diese Einstellung zu überprüfen, um sicher zu gehen, dass das Gerät auch mit der stärksten Einstellung spielt.

Italienische Eleganz?

(Günter Rehburg aus Computer Schach & Spiele / Heft 6 / Dezember 1996)

Doch, doch — durchaus, nur schon etwas abgetragen. Genau gesagt, der Milano Pro bietet mit 34 cm x 26 cm die gleichen Längen- und Breitenmaße wie sein Vorgänger. In der Höhe wurden 11 mm eingespart. So verbleiben hier lediglich 24 mm, die dem Laptopgerät eine verbesserte Handlichkeit und zusätzliche Eleganz verleihen. Für das Spielbrett bleiben 20 x 20 cm, die dem geübten Anwender eine hinreichende Übersichtlichkeit gewähren. Drucksensoren und Seitendioden sind kein wesentlicher Grund, die Spielfreude des geübten Brettcomputerspielers einzuschränken.

Das 48-Segment-Display kommt trotz guter Ablesbarkeit einem technischen Rückschritt gleich. Sicher, der Platz im Gehäuse ist stark eingeschränkt, aber schon das Vorläufermodell war mit einer 32stelligen Punkt-matrixanzeige ausgestattet. Welchen Nutzen soll eine verbesserte Ablesbarkeit besitzen, wenn es — etwas übertrieben ausgedrückt — kaum etwas abzulesen gibt. Bei der Nutzung der unterhalb des Displays aufzufindenden 17 Funktionstasten braucht der künftige Milano Pro-Besitzer kein unnötiges Hirnschmalz zu verbraten. Ihre Anordnung ist übersichtlich und logisch — die leicht verständliche Bedienungsanleitung tut ein Übriges. Wie das Vorläufermodell ist der Milano Pro mit einem Stellungsspeicher und wahlweise für den Netz-und Batteriebetrieb ausgerüstet.

Der von Hitachi hergestellte 32-Bit-Prozessor „H 7000" ist eine Weiterentwicklung des zwischenzeitlich zu einiger Berühmtheit gelangten Single-Chips „H8". Er ist laut Herstellerangabe mit 20 MHz getaktet. 64 KByte ROM und 4 KByte RAM reißen heute niemanden mehr vom Hocker, zumal das Vorläufermodell einen um 100% umfangreicheren RAM-Speicher besaß.

...und das Programm?

64 Spielstufen, Lösung von Mattproblemen bis zu 8 Zügen, Zugrücknahme bis zu 200 Zügen und eine Trainings- und Lehrfunktion zählen heute bei einem Gerät dieser Preisklasse zu den Selbstverständlichkeiten. Die 4 Zeiten-Schachuhr kann in die Countdown-Funktion umgeschaltet und, will man Wettkampfatmosphäre verbreiten, zusätzlich zum Ticken gebracht werden.

Vom grundsätzlich eingestellten selektiven Spielstil aus besteht die Möglichkeit, in die „Brute-Force"-Berechnung zu wechseln, die in der Bedienungsanweisung sinnigerweise mit „Kraft-Algorithmus" bezeichnet wird. Diese Wortneuschöpfung ist offensichtlich eine Blüte der Übersetzung. 36.000 Züge umfasst der Eröffnungsbereich. Sie haben die Wahl zwischen der normalen, der passiven, der aktiven und einer Turnier-Eröffnungsbibliothek.

Jetzt heißt es „Kontra" sagen

Das Pro, die Vorzüge des neuen Modells, sind abgehandelt. Jetzt gilt es, sich gegen die ausgewählte Gegnerschaft durchzusetzen. Das erste Kontra wurde gewonnen: In vier Kurzpartien (20 Sekunden je Zug) wurde der kleinere Programm-bruder MM VI mit 3:1 besiegt (siehe Mephisto MM VI - Es darf wieder gekämpft werden!). Das vom gleichen Autor stammende PC-Programm Fritz2, zwischenzeitlich betagt, in der SSDF-Liste aber immerhin mit Elo 2138 (486/33 MHz) verzeichnet, war der zweite Gegner in zwei 30 Minuten-Aktivschachpartien. In der ersten schaffte es der Milano Pro, im Endspiel mit vier verbundenen Freibauern gegen eine Leichtfigur nur remis zu spielen. Schlimmer erging es dem Milano Pro in der zweiten Partie, die zur glatten Niederlage wurde.


Dennoch, es soll noch härteres Geschütz gegen unseren Testkandidaten aufgefahren werden. Die mit Elo 2196 in der SSDF-Liste zu Buche stehende Chess Machine Schröder 3.0, 512 K, 16 MHz soll dem Milano Pro in zwei Schnellpartien über 15 Minuten auf den Zahn fühlen. Kann das neue Programm gegen den „Oldtimer" noch einmal Kontra geben? Können kann er schon. Gewinnen konnte er allerdings nicht. Auch dieses Kurzgefecht ging mit 0,5:1,5 verloren.

Abschlussbewertung

Das noch handlicher gewordene Laptop-Gehäuse lässt eine vielseitige Verwendung des Gerätes zu. So kann es in der Tat auch zum Reisebegleiter werden. Die Ausstattung entspricht dem heutigen Standard, das Display bedarf der Verbesserung.

Im strategischen Bereich sind beispielsweise gegenüber Fritz drei spürbare Verbesserungen zu registrieren. Beinahe zwangsläufig scheint das Kombinations-vermögen darunter gelitten zu haben. Das Endspiel scheint keine weiteren Verbesserungen erfahren zu haben. Das bisherige, geringe Test- und Partienmaterial lässt noch keine endgültige Einstufung des Programms zu. Soviel kann aber gesagt werden: Der Milano Pro wird es nicht leicht haben, der vom Hersteller angepeilten Elo 2200-Einschätzung gerecht zu werden. Mit DM 498,- bietet der Milano Pro ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis.

Bilder - © Theodor Heinze