Fidelity Chess Challenger 10 C
| Fidelity Chess Challenger 10 C | ||
|---|---|---|
| Hersteller | Fidelity | |
| Markteinführung | 1979 | |
| CElo | ca. 1200 | |
| Programmierer | Nelson, Ron | |
| Prozessor | 8080 | |
| Prozessortyp | 8 Bit | |
| Takt | 2 MHz | |
| RAM | 512 Bytes | |
| ROM | 8 KB | |
| Bibliothek | 76 Positionen | |
| Einführungspreis | ||
| Rechentiefe | ca. 2–3 Halbzüge (positionsabhängig) | |
| BT-2450 | ||
| BT-2630 | ||
| Colditz | ||
| Verwandt | Fidelity Chess Challenger 10 | |
| Zugeingabe | Tastatur | |
| Zugausgabe | Display | |
| Display | 4-stellige 7-Segment-LED-Anzeige | |
| Stromversorgung | Netzteil | |
| Spielstufen | 10 | |
| Maße | ||
| Sonstiges | ||
| Keine Kontrolltöne vorhanden. 12 Bedientasten. | ||
Der Fidelity Chess Challenger 10 C (kurz CC10C) war ein 1979 erschienener Schachcomputer des Herstellers Fidelity. Er stellte die dritte und technisch eigenständige Programmversion der Chess-Challenger-10-Reihe dar und unterschied sich deutlich von den Versionen A und B.
Im Gegensatz zum modernen Gehäuse des Fidelity Chess Challenger 10 (A+B) wurde der CC10C wieder im älteren Gehäuse des Fidelity Chess Challenger 3 ausgeliefert. Auch die Hardware wich ab: Statt eines Z80 kam ein 8080-Prozessor mit 2 MHz zum Einsatz, dafür verfügte das Gerät über ein größeres ROM.
Versionsunterschied
Die verschiedenen Versionen sind relativ einfach zu unterscheiden:
- Geräte mit Version A und B haben 16 Tasten, Geräte mit Version C nur 12 (wie der CC 3).
- Bei Version A und B ist die Turnierstufe auf Level 10, bei Version C ist sie auf Level 5.
- Die Versionen A und B haben eine 69 Halbzüge umfassende Eröffnungsbibliothek, Version C 76 Halbzüge, wobei sich die Varianten in mehreren Linien unterscheiden (s. SC 2)
- Die Eröffnungsbibliothek der Versionen A und B ist bis auf einen Halbzug identisch, nach 1.d4 d5 2.c4 c6 zieht Version B 3.Sf3, Version A zieht 3.Sc3.
- Weiterhin führt die Version A praktisch keine Rochade aktiv aus.
Allgemeine Beschreibung
Die Bedienung erfolgte über eine Tastatur mit 12 Tasten. Die Zugeingabe wurde über Koordinaten vorgenommen, während die Zugausgabe über eine vierstellige LED-Anzeige sowie Leuchtdioden für Start- und Zielfeld erfolgte.
Der CC10C besaß keine akustischen Kontrolltöne. Die Spielstärke lag unter der der Versionen A und B, was sich auch in der Elo-Einstufung widerspiegelte. Dennoch bot das Gerät für seine Zeit vielfältige Trainingsmöglichkeiten und Analysefunktionen.
Eröffnungsbibliothek
Die integrierte Eröffnungsbibliothek umfasste 76 Halbzüge und war damit etwas größer als bei den Versionen A und B. Die enthaltenen Varianten unterschieden sich in mehreren Linien deutlich von den früheren CC10-Programmen.
Spielstufen
| Level | Bezeichnung | Zeit pro Zug |
|---|---|---|
| CL 1 | Blitzschach | 3 s |
| CL 2 | Anfänger | 10 s |
| CL 3 | Fortgeschrittener | 50 s |
| CL 4 | Erfahrener Spieler | 80 s |
| CL 5 | Turnierstufe | 3 min |
| CL 6 | Turnierpraxis | 6 min |
| CL 7 | Superior | 12 min |
| CL 8 | Experte | 20 min |
| CL 9 | Fernschach | 75 min |
| CL 10 | Matt in 2 | 15 min |
Einordnung
Der Chess Challenger 10 C zeigte, wie Fidelity innerhalb einer Modellreihe unterschiedliche Hardware- und Softwarekonzepte erprobte. Trotz größerem ROM blieb die Spielstärke moderat. Das Gerät richtete sich vor allem an Gelegenheitsspieler und Einsteiger.
Rückblickend stellte der CC10C eine Übergangsversion dar, bevor Fidelity in den frühen 1980er-Jahren deutlich leistungsfähigere Systeme entwickelte.
