SC 2

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SC 2
Hersteller VEB Mikroelektronik Erfurt (RFT) Jahr: 1981
Elo Preis 2180 Mark der DDR
Programmierer Ron Nelson BT-2450
Prozessor U880 BT-2630
Prozessortyp 8 Bit Colditz
Takt 2,5 MHz Rechentiefe
RAM 256 Byte Display 4-stellige 7 Segmentanzeige
ROM 9 KB Zugeingabe 15 Tasten
Bibliothek 76 Zugausgabe keine Feld- + 2 LEDs (schach + Matt)
Spielstufen 10 (s.h. Bild)
Maße 340 x 240x 60 mm / 2,2 kg
Stromversorgung   Netz 220 V (+-22 V) / 0,1 A
Verwandt Fidelity Chess Challenger 10 C, SC 1
Sonstiges Enthält das Fidelity Chess Challenger 10 C Programm. Durch den schnelleren CPU-Takt sind alle Spielstufen etwas schneller/kürzer als beim CC10C, ohne das sich die Spielweise ändert.


Infos
Spielstufen des SC 2

Der SC 2 wurde im Frühjahr 1981 auf der Leipziger Messe vorgestellt und mit einer Goldmedaille ausgezeichent. Im Gegensatz zum SC 1 wurde das Netzteil mit in das Gehäuse integriert, einzelnen Schachfelder wurden mit der jeweiligen Feldbezeichnung versehen, und die Funktionstasten wurden übersichtlicher angeordnet. Sowohl der SC 1 als auch der SC 2 arbeiten auf Basis des Mikroprozessors U880. Der SC 2 verfügt über eine kleine Eröffnungsbibliothek mit folgenden Varianten:

  • 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4 Lc5 4. c3 Sf6
  • 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 Sf6 5. Sc3 b5 6. Ld3
  • 1. e4 c5 2. Sf3 e6 3. d4 cd 4. Sxd4 Sf6 5. Sc3 Sc6 6. Sb5 Lb4
  • 1. e4 e6 2. d4 d5 3. e5 c5
  • 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Sc3 Lb4 4. e5 c5 5. a3 Lxc3
  • 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Sc3 Lb4 4. Ld2 dxe4 5. Dg4 Dxg4
  • 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Sc3 Sf6 4. Lg5 Sbd7
  • 1. d4 d5 2. c4 c6 3. Sf3 Sf6 4. Sc3 e6 5. Lg5 dc 6. e4

Die 10 Spielstärkestufen wurden in entsprechend feinen zeitlichen Abstufungen untereinander abgegrenzt, die Bedenkzeiten von ca. 3 Sekunden bis zu einer Stunde realisiert. Der jeweils aktuelle Spielstand wird im Computer gespeichert. Er ist unabhängig von der Stellung der Figuren auf der Spielfläche und kann bei Bedarf über die 7-Segment-Anzeigen ausgegeben werden. Eine Spielstandsveränderung wird wie eine Problemeingabe vorgenommen. In Turnierstufe verfügt der Computer über eine Rechentiefe von 2-3 Halbzügen. In seiner Analysestufe (die zum Spiel nicht geeignet ist) löst der Computer zwei- und teilweise auch dreizügige Mattaufgaben. Obwohl dies in der Bedienungsanleitung nicht angegeben ist, kann man den Computer wie folgt veranlassen, Problemstellungen mit Weiß beginnend zu bearbeiten: R, W, Q, P, Stellung eingeben, P, schwarzen Scheinzug eingeben, SC 2 rechnet für Weiß.


Quelle: Christian Posthoff, Günter Reinemann: Computerschach - Schachcomputer. Akademie-Verlag, Berlin, 1987
ISBN 3-05-500228-8



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