Excalibur Grandmaster

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Excalibur Grandmaster
Excalibur Grandmaster.jpg
Hersteller Excalibur
Markteinführung 1997
Preis 249 €
Prozessor H8/3214
Prozessortyp 8 Bit
Takt 12 MHz
RAM 1 KB
ROM 32 KB
Bibliothek 3000 Halbzüge
Programmierer Ron Nelson
Elo 1845
Rechentiefe
BT-2450
BT-2630
Colditz
Verwandt Igor, Mirage, Ivan
Zugeingabe Magnetsensoren
Zugausgabe Display (keine LEDs)
Display 2x 4-stelliges 7-Segment LCD
Stromversorgung HGN 5001
Spielstufen 100
Maße 51,5 x 51,5 x 2 cm
Sonstiges
Sensorbrett mit Vinyl-Oberfläche, das im Turnierschach (USA) eingesetzt wird, 32 gespeicherte Partien
Level Info
Bedenkzeit Level
30 Sek. / Zug 53
30 Min. / Partie 79
60 Sek. / Zug 58
60 Min. / Partie 85
Turnier 92
Analyse 94


Der Excalibur Grandmaster ist ein recht ungewöhnlicher Schachcomputer, über den bislang nicht allzuviel berichtet wurde. Schon das allgemeine Erscheinungsbild ist recht ungewöhnlich: Schwarzer, glänzender Kunststoff mit einer Brettoberfläche aus Vinyl, bei dem die schwarzen Felder im USCF-üblichen Grün gehalten sind. Die Abmessungen sind mit 51,5x51,5cm und einer Feldgröße von 5 cm turniertauglich; auffallend ist die geringe Höhe des Gerätes mit gerade mal 2 Zentimetern.

Die Figuren sind sehr wuchtig und schwer und mit sehr starken Magneten ausgestattet.

Das Programm verfügt über 100 Spielstufen, wobei die Einteilung mit Krypton Challenge und Regency identisch ist, das Programm ist aber grundlegend verschieden, auch die Eröffnungsbibliothek unterscheidet sich stark.

Leider hat das Programm einige "Eigenheiten" bzw. Fehler: Ruft man die Bewertung bzw. einen Zugvorschlag ab, wird die Permanent Brain-Berechnung für diesen Zug deaktiviert, d.h. selbst wenn er den Zug des Gegners erwartet bzw. vorschlägt, rechnet er die volle Bedenkzeit. Beim darauffolgenden Zug ist das PB wieder in Ordnung.

Manchmal kommt es auch vor das das Display überhaupt keine Zeitinformation mehr anzeigt; das passiert meist nach einem Levelwechsel von Blitz- in Turnierstufen oder umgekehrt und läßt sich nur durch einen Reset wieder beheben.

Während der Grandmaster rechnet, ist es nicht möglich, den gerade erwogenen Zug angezeigt zu bekommen. Eine Durchführung von Stellungstests ist deshalb nicht möglich.

Schlagzüge müssen in der folgenden Reihenfolge ausgeführt werden: erst wird die ziehende Figur angehoben, dann die zu schlagende Figur entfernt und die ziehende Figur auf das Zielfeld gestellt. Wird zunächst die zu schlagende Figur entfernt, kommentiert der Grandmaster dies mit einem "verärgerten" Summton.

Ab und zu friert die Zeitanzeige während des Denkvorgangs ein; das Spiel läuft aber normal weiter.

Ein ziemlich einzigartiges Feature (höchstens vergleichbar mit dem Fidelity Avantgarde) sind die beiden LCD's und zwar wegen deren Anordnung: Eines befindet sich auf der Seite von Weiß, das andere auf der Seite von Schwarz. Gedacht ist dieses hauptsächlich für die Monitorfunktion, bei der 2 Menschen gegeneinander spielen. Hiermit hat Schwarz seine eigene Schachuhr, die folgerichtig auch nur von der schwarzen Seite aus abzulesen ist, d. h. sitzt man auf der weißen Seite, steht diese quasi auf dem Kopf. Erwähnenswert ist ebenfalls das Level 1. Hierbei versucht der Grandmaster sich der Spielgeschwindigkeit seines Gegenübers anzupassen. Grundlage für seine Antwortzeiten ist jeweils der Durchschnitt der letzten sechs Bedenkzeiten des Gegners. Beispiel: Sie haben für die ersten drei Züge jeweils 1 Minute und für die nächsten drei jeweils 2 Minuten benötigt = 9 Minuten / 6 = 1 Min. 30 Sek. neue durchschnittliche Bedenkzeit für den GM.

Wenn der GM die weißen Steine führt, kann man die Stellungsbewertung dann auch nur auf der "schwarzen" LCD abrufen, da der Rechner annimmt, daß man sich (eigentlich folgerichtig) auf dieser Seite befindet.

Auch einige Tasten wurden der schwarzen Seite spendiert, jedoch nicht alle.

Die Spielstärke wird vom Hersteller mit 2200 ELO angegeben; aber mehr als 1900 SSDF-ELO dürften es wohl nicht sein. Der Stil ist eher als positionell zu betrachten.